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Ostprignitz-Ruppin Flugplatz: Gemeinden hoffen auf Käufer
Lokales Ostprignitz-Ruppin Flugplatz: Gemeinden hoffen auf Käufer
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00:17 14.07.2016
Mehrere Firmen haben sich inzwischen auf dem Gelände angesiedelt, allen voran eine Fallschirmsprungschule. Quelle: Reyk Grunow/Archiv
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Neuruppin/Fehrbellin

Das Licht am Ende des Tunnels ist schon zu sehen. Anderthalb Jahre noch und Neuruppin könnte einen großen Klotz am Bein loswerden. Ende 2017 soll der Flugplatz Fehrbellin einen neuen Eigentümer bekommen. Neuruppin und Fehrbellin hoffen, ihre Anteile an dem Landeplatz dann endlich loszuwerden. Neuruppin ist mit 70 Prozent Hauptgesellschafter, Fehrbellin hält 11,6 Prozent der Anteile, die restlichen 18 Prozent gehören privaten Teilhabern.

Als die beiden Städte den Flugplatz 2001 übernommen haben, herrschte so etwas wie Goldgräberstimmung. Neuruppin hoffte auf satte Gewinne, nur deshalb stimmten die Stadtverordneten überhaupt einer Beteiligung in der Nachbargemeinde Fehrbellin zu.

Auch in der neuesten Bilanz rund 120 000 Euro Verlust pro Jahr

Doch statt des erhofften Plus steht unterm Strich heute ein fettes Minus. Der Flugbetrieb hat sich nie so rosig entwickelt, wie er einst vorhergesagt war. Bis heute schreibt der Flugplatz Verlust. Unter dem gerade vorgelegten Jahresabschluss für 2014 steht ein Minus von 119 184,65 Euro, 2013 war der Verlust fast genauso hoch. Das geht aus einer schriftlichen Mitteilung von Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde an die Stadtverordneten hervor. Überleben kann der Flugplatz nur, weil die Stadtverordneten ihm einen Kredit von bis zu 330 000 Euro eingeräumt haben. Ende 2014 hatte die Flugplatzgesellschaft davon rund 310 600 Euro in Anspruch genommen.

Neuruppins Rathauschef hat in den vergangenen Jahren immer wieder betont, dass die Lage der Firma bei Weitem nicht so schlecht ist, wie sich die Zahlen lesen. Das große Minus in der Bilanz rühre vor allem aus Abschreibungen, insbesondere für die teure Landebahn. Rund 95 400 Euro sind es bisher jedes Jahr. 2017 sollen sich die Abschreibungen aber drastisch verringern. Die Zahl der Landungen habe sich von 2007 bis ’14 von 4099 auf 7909 fast verdoppelt, auch der Verkauf von Kraftstoff ist deutlich gestiegen. Beides bringt wichtige Einnahmen für die Gesellschaft.

Fördermittel verhindern einen früheren Verkauf

2017 endet dann auch die Zweckbindungsfrist für die Fördermittel, die Neuruppin einst für den Bau der Landebahn in Fehrbellin bekommen hatte. Den Zuschuss hatte es damals nur unter der Auflage gegeben, dass die Gemeinden den Flugplatz wenigstens für einige Jahre weiter betreiben. Ein Verkauf kam deshalb vor dem 31. Dezember 2017 nicht infrage.

Carsten Milbach hat sich 2009 nicht nur bereit erklärt, die Anteile von Neuruppin und Fehrbellin für einen symbolischen Preis zu kaufen. Er würde auch die Schulden übernehmen – maximal aber 200 000 Euro. Neuruppin hofft, so wenigstens einen Teil des Kredites zurückgezahlt zu bekommen. Dass der Flugplatz alles abzahlen kann, glaubt längst keiner der Stadtverordneten mehr. Den meisten geht es nur darum, mit allen Mitteln eine mögliche Insolvenz abzuwenden, bis der Flugplatz 2018 endlich nicht mehr ihr Problem ist.

Von Reyk Grunow

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