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Ostprignitz-Ruppin Fördergeld für Rekonstruktion des Gutsparks
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fördergeld für Rekonstruktion des Gutsparks
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18:07 02.08.2017
Weiter Blick übers Luch: Im Süden wird der ehemalige Park von einem Graben begrenzt. Quelle: Frauke Herweg
Protzen

Die Wege zugewachsen, der Teich verlandet. Der einstige Protzener Gutpark ist heute ein verwildertes Waldstück. Läuft alles wie erhofft, kann der in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegte Park jetzt rekonstruiert werden. Im Juli hatte das Landesamt für ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung Fördermittel in Höhe von gut 242 000 Euro zugesagt. Eine entscheidende Hürde auf dem Weg zur Wiederherstellung des Parks ist damit genommen.

Erste Pläne dafür gibt es bereits. Ende August werden die Mitglieder des Hauptausschusses darüber entscheiden, wer die weitere Planung übernimmt. Noch in diesem Jahr sollen auf dem etwa 3,5 Hektar großen Grundstück Gehölzarbeiten stattfinden, sagt Bernfried Arndt, Fachgebietsleiter im Fehrbelliner Rathaus.

Nach historischem Vorbild

Geplant ist, den Park nach historischem Vorbild wieder herzustellen. Die Pläne eines Schweriner Büros sehen vor, alte Wege wieder anzulegen und den heute zugewucherten Teich neu entstehen zu lassen. Auch eine Insel, die es früher in dem Teich einmal gab, soll es künftig wieder geben. Die Gemeinde rechnet mit Gesamtkosten von 324 000 Euro. Der Löwenanteil dieser Summe kann jedoch über das EU-Förderprogramm Leader aufgebracht werden.

Ideen, den Park neu anlegen zu lassen, gibt es schon lange – erstmals war in Protzen vor zehn Jahren über das Projekt diskutiert worden. Erst nachdem ein Schweriner Büro erste Pläne für eine Wiederherstellung entwickelt hatte, wurde das Projekt konkreter. Im Herbst stimmten die Ortsbeiratsmitglieder diesen Plänen dann zu.

Bäume aus dem 19. Jahrhundert

Für Fontane zählte der nach 1823 angelegte Gutspark zu den schönsten der Region. Im 19. Jahrhundert waren dort Eichen, Ahorne, Kastanien, Buchen und Douglasien angepflanzt worden. Die Denkmaltopographie des Landkreises beschreibt zudem eine Lindenallee, die einst vom Gutshaus in den Park führte.

Von dieser Allee ist heute allerdings nichts mehr zu sehen. Durch Fällungen, Umnutzung des gesamten Areals und Forstplanzungen von Pappeln nach 1945 sind wesentliche Partien des Parks heute „stark beeinträchtigt“, heißt es in der Denkmaltopographie. Seit den 50er-Jahren verwilderte der Park.

Von Frauke Herweg

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