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Fördermittel für Kirchturmsanierung

Freyenstein Fördermittel für Kirchturmsanierung

In das Gotteshaus in Freyenstein werden noch in diesem Jahr 287 000 Euro investiert. Sie fließen in die Sanierung des Kirchturmes. Er wird von innen und außen inklusive Dacheindeckung in Schuss gebracht.

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Mitglieder der örtlichen Kirchengemeinde und ihre Gäste vor dem Turm der Sankt Marienkirche.

Quelle: Björn Wagener

Freyenstein. Der Turm der Sankt Marienkirche in Freyenstein soll noch in diesem Jahr saniert werden. Das kündigt Wittstocks Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler an. Insgesamt würden dafür fast 290 000 Euro zur Verfügung gestellt. Den Großteil davon – 215 000 Euro – machten Leader-Fördermittel aus, also europäische Mittel, vereint mit Landesmitteln. Dazu kommen jedoch noch eine Reihe weiterer Geldgeber. 27 000 Euro habe die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (Ekbo) beigesteuert; 15 000 Euro der Kirchenkreis; 10 000 Euro die Deutsche Stiftung Denkmalschutz (DSD) und rund 20 000 Euro die örtliche Kirchengemeinde.

Arbeiten sollen im Juli beginnen

Die Arbeiten werden voraussichtlich im Juli beginnen und noch in diesem, Jahr abgeschlossen. Der Zeitplan müsse auf jeden Fall mit der Unteren Naturschutzbehörde geklärt werden, denn die Kirche ist ein Nist- und Schlafplatz für eine Reihe von Tierarten – Störche, Turmfalken, Fledermäuse, Tauben und Dohlen fühlen sich dort wohl. Vor allem seit das Schloss saniert wurde und es dort nun weniger Unterschlupfmöglichkeiten gebe, sei die nahe Kirche bei den tierischen Untermietern noch beliebter geworden, berichtet Friedhelm Kanzler.

Die bevorstehende Sanierung wird das Gotteshaus baulich ein gutes Stück weiter vorangebringen. Bereits 2013 wurde das Kirchenschiff weitgehend saniert. Dass der etwa 34 Meter hohe Turm ebenfalls eine Investition nötig hat, ist ihm bereits von außen anzusehen. Dicke Risse durchziehen das Mauerwerk. Doch nicht nur sie sollen beseitigt werden.

Anspruchsvolles Projekt

Die Arbeiten schließen auch den inneren hölzernen Turm, das Dach und die Glockenanlage mit ein. Letztere kann schon seit Jahren nur behelfsmäßig per Hand in Gang gesetzt werden. Nach der Sanierung sollen die Glocken elek-trisch geläutet werden können. Bei der Sanierung werde es nötig sein, die drei mächtigen Exemplare aus Stahlguss auszuhängen und eine Etage tiefer zwischenzulagern, sagt Kanzler. Aber auch die anderen Arbeiten – vor allem am inneren Holzturm – seien anspruchsvoll. Das gesamte Gebälk, die Treppe und die Zwischenböden machen deutlich, wie viel Arbeit einstige Zimmerer in die Kirche gesteckt haben. Die Holzkonstruktionen sind noch immer eindrucksvoll, aber mittlerweile in die Jahre gekommen.

Wer den Weg hinauf zur Glockenanlage und dem noch etwas höher gelegenen Uhrwerk in Angriff nimmt, muss wissen, wo er hintritt. Bereiche des Bretterbodens, die womöglich nicht mehr sicher tragen könnten, werden mit Bohlen überbrückt. Es geht vorbei an nistenden Tauben und Schallluken, die ebenfalls zu erneuern sein werden. Das letzte Stück muss mit einer kleinen Leiter überwunden werden. Das Turminnere soll künftig so gestaltet werden, dass der Bereich sicher betreten und genutzt werden kann.

Von Björn Wagener

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