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Förderprogramm für die Altstadt

Wusterhausen Förderprogramm für die Altstadt

Die Wusterhausener Gemeindevertreter haben beschlossen, 30 000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung an Grundstückseigentümer in der Altstadt weiterzureichen. Dieser Tage konnte der erste Bewilligungsbescheid für ein privates Sanierungsvorhaben übergeben werden.

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Bürgermeister Roman Blank übergab den ersten Zuwendungsbescheid. Empfängerin war Beate Giebel.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Wusterhausen. Das ging aber mal relativ flott. Am 7. März haben die Wusterhausener Gemeindevertreter beschlossen, 30 000 Euro aus Mitteln der Städtebauförderung an Grundstückseigentümer weiter zu reichen. Es folgten die Bekanntmachung und seit dem 9. Mai steht fest, wer über die Vergabe befinden darf. Eine Woche danach beschied das Gremium positiv über die Ansinnen von zunächst fünf Bewerbern.

Dabei war auch der Antrag von Beate Giebel. Bei der Sanierung ihres Hauses Am Markt 20 reichte das Geld nur für die untere Etage. Es müsste einen staatlichen Zuschuss geben, wünschte sich die Frau, die als Melkerin arbeitet. Sie fragte wiederholt im Rathaus nach. Vergeblich. „Die bisherigen Möglichkeiten gaben das nicht her“, sagt Hartmut Janschke, Sachbearbeiter für Städtebauförderung und Fördermittel.

Bürgermeister Blank übergab ersten Zuwendungsbescheid

Bis man einen Weg ausknobelte, der Beate Giebel nun als Erster die höchstmögliche Fördersumme von 5500 Euro bescherte. Das ist etwa ein Drittel der Ausgabe für vier neue Fenster im Obergeschoss, Dachreparatur und Anstrich der Hausfassade. Bürgermeister Roman Blank übergab am Tag vor Himmelfahrt den Zuwendungsbescheid. Auch die anderen Antragsteller dürfen in den nächsten Tagen damit rechnen. „Wir nennen das Ganze jetzt Giebel-Förderung“, befand ein sichtlich zufriedener Hartmut Janschke.

Gut, dass ihm das noch eingefallen ist, denn korrekt müsste es heißen: „Förderrichtlinie über die Vergabe von Zuschüssen aus dem Verfügungsfond ‚Stadtkern’ auf der Grundlage der Städteförderrichtlinien des Ministeriums für Infrastruktur und Landesplanung“. Auf den „Stadtkern“ muss in diesem Zusammenhang hingewiesen werden. Die Förderung ist für jene gedacht, die im Bereich Am Markt, Kirchstraße, St.-Petri-Straße und im förmlich festgelegten Sanierungsgebiet wohnen. Ihr privates Engagement zur Verbesserung des Stadtbildes soll Unterstützung erfahren. Und das möglichst unkompliziert.

Es gibt auch Geld für Flyer und Schaufenstergestaltung

Die „Allgemeinen Grundsätze“ zu dem Modell benennen drei Handlungsfelder. Feld A (mit 5000 Euro bedacht), ist Marketingaktionen und öffentlichkeitswirksamen Projekten vorbehalten. Das Geld kann für Miet- und Sachkosten bei Einwohnerversammlungen, Straßenfesten, Aktionstagen, Lesungen, Konzerten, Ausstellungen und Workshops ebenso ausgegeben werden, wie für Broschüren, Flyer und Schaufenstergestaltungen.

Handlungsfeld B (20 000 Euro, davon vergeben: 13 566 Euro). Das Fördergeld kommt baulichen und sonstigen Investitionen auf privaten Grundstücken zugute. Stichworte hierfür lauten: Fenster, Eingangstüren, Dächer, Werbeausleger, Beschilderungen, Markisen und Sonnenschutz , Fassadenanstriche, Bemalungen und Begrünungen, Gestaltung von Hof- und Gebäudezugängen. Feld C schließlich (5000 Euro, 500 davon vergeben) beinhaltet alles, was „kleinteilig den Freiraum“ gestaltet. Dazu gehören Kunst, Sitz- und Spielmöglichkeiten, Fahrradständer, Leitsysteme und sogenannte Stadtmöbel.

Anträge können weiterhin gestellt werden

Anträge können weiterhin gestellt werden. Der Vergabeausschuss tagt am 19. September das nächste Mal, kommt aber jederzeit bei Bedarf auch früher zusammen. Die „Giebel-Förderung“ läuft auch noch 2018, dann mit 30 000 Euro.

Antragsteller können sich im Rathaus bei Hartmut Janschke melden: 033979/87713, 0172/6085780, janschke@wusterhausen.de

Von Wolfgang Hörmann

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