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Förderung für Arbeitgeber von Feuerwehrleuten

Kyritz Förderung für Arbeitgeber von Feuerwehrleuten

Die Stadt Kyritz will Arbeitgebern, die Feuerwehrleute beschäftigen, eine finanzielle Förderung anbieten. Anlass für diesen Schritt sind die schwindenden Mitgliederzahlen bei der freiwilligen Feuerwehr. Die Stadt hofft, mit der Förderung diesem Trend zumindest ein wenig entgegenwirken zu können.

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Die Feuerwehr muss zu jeder Tageszeit einsatzbereit sein.

Quelle: Matthias Anke

Kyritz. Immer kompliziertere Aufgaben bei immer weniger freiwilligen Helfern – das macht auch in Kyritz der Feuerwehr schwer zu schaffen. Jetzt will die Stadt versuchen, mit finanziellen Anreizen das Engagement zu beleben. Der Wirtschaftsausschuss befasste sich bei seiner jüngsten Sitzung mit dem Entwurf einer Richtlinie zur Förderung von Unternehmen, die Feuerwehrleute beschäftigen. Konkret geht es um die Idee, privaten Arbeitgebern Zuschüsse zu zahlen, wenn sie Arbeits- oder Ausbildungsplätze mit Mitgliedern der freiwilligen Feuerwehr besetzen. Rund 5000 Euro will Kyritz noch in diesem Jahr dafür bereitstellen. „Wir wollen mit der Richtlinie einen Versuch unternehmen, an die Unternehmen heranzukommen, die vielleicht bereit sind, junge Feuerwehrleute zu beschäftigen“, erklärte die Bürgermeisterin Nora Görke in der Ausschusssitzung.

Bereits im Sommer 2015 hatte man Firmen zu Workshops eingeladen, um mit ihnen über die Richtlinie zu diskutieren. Die Resonanz war nach Aussage der Stadtverwaltung allerdings sehr gering. Zudem hätten die wenigen Rückmeldungen gezeigt, dass wohl kaum eine Firma bereit sein wird, wegen der Förderung mehr Feuerwehrleute zu beschäftigen.

Eben diese Befürchtung äußerten auch mehrere Ausschussmitglieder. Die Amtsleiterin Veronika Lausch sah allerdings doch einen gewissen Sinn in der Aktion: „Wir konnten immerhin viele Arbeitgeber sensibilisieren, die sich noch nie mit dem Thema beschäftigt haben.“ Rolf Eggeling, der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Kyritzer Gewerbe, regte an, über die Unternehmervereinigung Arbeitgeber und Feuerwehr bei Gelegenheit in engeren Kontakt zu bringen. Einig war man sich, dass eine funktionsfähige Feuerwehr unbedingt im Sinne der Wirtschaft ist.

Der Ausschuss empfahl am Ende einstimmig, den Versuch mit der Förderrichtlinie zu wagen. Sollte das nichts bringen, entstehe der Stadt zumindest auch kein finanzieller Verlust. Das letzte Wort dazu haben die Stadtverordneten, die am 28. September tagen.

Der Entwurf der Förderrichtlinie sieht vor, das ortsansässigen Unternehmern, die Feuerwehrleute beschäftigen oder die selbst Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kyritz sind, bis zu zweimal pro Mitglied maximal 1000 Euro ausgezahlt werden können.

Von Alexander Beckmann

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