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Ostprignitz-Ruppin Fontane-Festspiele: Die Stadt will ausschreiben
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fontane-Festspiele: Die Stadt will ausschreiben
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00:18 04.03.2017
Für die Festspiel-Macher Peter Böthig, Otto Wynen, Uta Bartsch und Frank Matthus (v. l.) gab es viel Lob – aber keinen neuen Auftrag. Quelle: Geisler
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Neuruppin

Die Nachricht kommt überraschend und zum falschen Zeitpunkt: Viermal haben Uta Bartsch, Otto Wynen, Frank Matthus und Peter Böthig als künstlerische Leiter die Fontane-Festspiele in Neuruppin organisiert. Sie haben die Idee für das Literaturfest entwickelt und die Festspiele aufgebaut. Zuletzt sah alles danach aus, dass die vier künstlerischen Leiter auch 2018 und vor allem 2019 im Fontane-Jubiläumsjahr wieder Festspiele auf die Beine stellen, wenn auch etwas verändert. Auch Bürgermeister Jens-Peter Golde hatte mehrfach angedeutet, dass für ihn klar ist: Die Vier sind weiter dabei. Die Festspielmacher hatte sich darauf verlassen und schon längst mit der Planung der künftigen Fontanefeiern begonnen. Jetzt will die Stadtverwaltung die Festspiele plötzlich ausschreiben. Davon war vorher keine Rede.

Entsprechend verunsichert fragte Uta Bartsch im Sozialausschuss am Dienstag nach: Wann, warum und in welcher Form ist eine Ausschreibung geplant? Die Antworten haben nicht viel Klarheit gebracht. Kulturamtsleiter Maik Buschmann sprach von einer „beschränkten Ausschreibung“ – bei der würde die Stadt nur ausgewählte Büros anschreiben und um ein Angebot bitten. Buschmanns Mitarbeiter Mario Zetzsche dementierte: Nach Rücksprache mit den Juristen der Stadt soll es eine öffentliche Ausschreibung geben – an der kann sich grundsätzlich jeder beteiligen, möglicherweise sogar europaweit. Das würde Monate dauern.

Selbst im Rathaus herrscht noch keine klare Meinung

Offenbar sind sich selbst die Ämter im Rathaus noch nicht einig. „Das Gesamtpaket Fontane.200 – einschließlich der Frage, welche Teile wie auszuschreiben sind – wird derzeit durch die Verwaltung geprüft“, teilte Stadtsprecherin Michaela Ott am Mittwoch auf Nachfrage mit. Wann die Ausschreibung erfolgt und wann der Auftrag vergeben wird, ließ sie offen.

Dabei ist das wichtig. Für die Organisation der Veranstaltungen im Fontane-Jahr 2019 ist zwar noch etwas Zeit. Doch will die Stadt eigentlich schon 2018 Festspiele in kleinerem Maßstab haben – als Vorgeschmack und Werbung für das Jubiläumsjahr darauf. So etwas ist inklusive Werbung und der Suche nach Geldgebern nicht in wenigen Monaten auf die Beine zu stellen. Viermal hatten Bartsch, Wynen, Matthus und Böthig die Festspiele organisiert und wissen um den enormen Zeitaufwand.

Bis 2018 wird die Zeit für die Organisation sehr knapp

„Wir waren froh, das wir zuletzt endlich etwas Vorlauf hatten“, sagt Uta Bartsch. Natürlich hatten sich die vier Macher deshalb für 2018 und ’19 schon Gedanken gemacht. Nachdem klar ist, dass die Stadt den Auftrag wohl ausschreiben wird, stellen die Vier alle Planungen sofort ein. Uta Bartsch macht keinen Hehl daraus, dass sie vom Umgang der Stadt mit den Festspiel-Organisatoren enttäuscht ist.

„Natürlich sind wir enttäuscht“, sagt auch Otto Wynen. Er hat für das Verhalten der Stadt allerdings auch Verständnis: „Eine Ausschreibung muss sein. Wir wollen nicht, dass gemauschelt wird.“ Wynen hofft, dass die Vier auch bei einer Ausschreibung gute Karten haben, schon wegen ihrer Erfahrung. Die Zeit fürs Planen wird in jedem Fall knapp.

Von Reyk Grunow

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