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Ostprignitz-Ruppin Fontane-Festspiele können kommen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fontane-Festspiele können kommen
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13:48 30.06.2013
Siegfried und Frank Matthus haben 2012 Fontanes "Grete Minde" auf die Bühne gebracht. Quelle: Peter Geisler
Neuruppin

Ein knappes Jahr vor den nächsten Fontane-Festspielen scheint eine wichtige Hürde für die Organisatoren genommen. Seit 2012 hatten die künstlerischen Leiter Otto Wynen, Uta Bartsch, Frank Matthus und Peter Böthig und die Stadt Neuruppin um einen Vertrag gerungen, der die Zusammenarbeit neu regeln sollte. Jetzt haben sich die beiden Seiten offenbar geeinigt. „Ein Vertrag steht kurz vor der Unterschrift“, bestätigte Bürgermeister Jens-Peter Golde gestern auf Nachfrage.

Wynen, Bartsch, Matthus und Böthig haben sich von Anfang an um das Programm der Festspiele gekümmert. Aus ihrer Feder stammt das Konzept. Aber auch die Stadtverwaltung war 2010 und 2012 wesentlich an der Organisation beteiligt. 2012 hatten die Stadtverordneten beschlossen, die Festspiele ganz in die Hände der künstlerischen Leiter zu legen. Die Stadtverwaltung soll sich künftig weitestgehend aus den Festspielen heraushalten, sieht man von der Vergabe der Fontane-Preise ab. Bartsch, Wynen, Böthig und Matthus wollten eine eigene Firma für die Festspiele gründen.

Obwohl sich im Grundsatz alle einig waren, kam ein Vertrag zwischen der Stadt und den Festspielmachern bisher nicht zustande. Unklar war zum Beispiel die Frage, wer das finanzielle Risiko für ein Festival dieser Größenordnung tragen soll. Die Stadtverordneten haben einen Zuschuss von jeweils 25 000 Euro für die Fontane-Festspiele beschlossen. Bürgermeister Jens-Peter Golde hatte zudem weitere 100 000 Euro zugesagt, die sich Stadtwerke und Neuruppiner Wohnungsbaugesellschaft (NWG) teilen sollen. Doch diese 125 000 Euro reichen bei weitem nicht, ein solches Literaturfestival zu bezahlen. Die Festspiele 2012 hatten laut Stadtverwaltung zusammen etwa 260 000 Euro gekostet.

Die Festspiel-Macher hatten gehofft, dass die Stadt über die bisherigen Zusagen hinaus vielleicht eine Bürgschaft geben könnte, um das finanzielle Risiko weiter in Grenzen zu halten. Doch dafür sieht Bürgermeister Golde keine Möglichkeit, wie er inzwischen klargestellt hat.
Unstimmigkeiten gab es auch noch über die Frage der Verwertungsrechte. Wer soll die Rechte bekommen, wenn Wynen, Bartsch, Matthus und Böthig neue Programmpunkte entwickeln? Fallen diese Rechte dann automatisch an die Stadt? Können die Organisatoren ihre eigenen Ideen dann vielleicht selbst gar nicht mehr nutzen, wenn ihr Vertrag für die Festspiele endet? Erst einmal haben sie ihn nur für die beiden nächsten geplanten Festivals im Jahr 2014 und 2016. Was danach kommt, ob es weitere Festspsiele geben wird und wer sie organisiert, ist offen.

Auch dazu jetzt eine Einigung. „Wenn wir neue Bausteine entwickeln, können wir die natürlich weiterhin nutzen“, sagt Uta Bartsch. „Und die Stadt kann sie auch weiter nutzen, egal, wer die Organisation einmal übernimmt.“ Aus ihrer Sicht sind alle Unstimmigkeiten ausgeräumt: „Ich glaube, jetzt sind alle glücklich.“

In den nächsten Tagen wollen Uta Bartsch, Frank Matthus, Peter Böthig und Otto Wynen eine gemeinnützige Unternehmergesellschaft für die Fontane-Festspiele gründen.

Von Reyk Grunow

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