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Ostprignitz-Ruppin Fontane-Festspiele: viel Lob für Neuruppin
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fontane-Festspiele: viel Lob für Neuruppin
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00:18 27.05.2016
Zusätzlich gab es diesmal auf dem Schulplatz eine Woche lang Literaturveranstaltungen für Kinder und Erwachsene. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Das Lob fällt überschwänglich aus. Lob für die Fontane-Festspiele, Lob für die Festspielorganisatoren, Lob für die Neuruppiner und dickes Lob für die Stadt. Künstler, Journalisten und Gäste, die am Pfingstwochenende in der Fontanestadt waren, scheinen schwer beeindruckt von der Stadt, ihrer Umgebung und dem, was Neuruppin zu bieten hat.

Von überall her haben die Festivalmacher in den vergangenen Wochen Briefe und E-Mails bekommen. Die einen freuen sich über „ein wunderbares Festival“, finden, „die Atmosphäre bei den Lesungen ist einfach unvergleichlich, locker und familiär“, andere sind fasziniert „von den besonderen Orten“, an denen die Veranstaltungen stattfanden, wieder andere sind „schwer beeindruckt von der großen Resonanz und von dem extrem professionellen und trotzdem entspannten Management“. Einige Schauspieler sind so sehr von Neuruppin angetan, dass sie jetzt sogar eine Wohnung hier suchen, sagt Uta Bartsch, die das Fontane-Lyrik-Projekt organisiert hat.

Frank Matthus: „Neuruppin hat eine große Anziehungskraft“

Mit 56 Veranstaltungen hatten die Fontane-Festspiele in diesem Jahr so viel zu bieten wie noch nie zuvor. Für das Image der Stadt waren sie ein klarer Erfolg. Für Frank Matthus – wie Uta Bartsch, Otto Wynen und Peter Böthig einer der künstlerischen Leiter – haben die Festspiele gezeigt, was viele Menschen, die hier leben, manchmal vergessen: „Unsere Stadt Neuruppin hat eine große Anziehungskraft auf die Welt von außerhalb.“

Die Bilanz der Vier fällt zwei Wochen nach dem Festival weitgehend positiv aus. Von vielen Seiten aus der Stadt gab es Unterstützung. Das JFZ hat sich eingebracht, der Verein Esta Ruppin, Schulen und viele andere. Neben den eigentlichen Festival-Veranstaltungen gab es Lesungen, Ausstellungen und etliches mehr. „All diese Angebote haben sich auf unglaubliche Weise ergänzt und haben ein gemeinsames Bild geschaffen“, findet Otto Wynen. „Es ist tatsächlich das entstanden, was wir versprochen haben: Fontane-Feiertage.“

Rund 4000 Besucher kamen zu den Veranstaltungen

Rund 4000 Besucher dürften die Veranstaltungen besucht haben. 3430 zahlende Gäste aus ganz Deutschland hat Cheforganisatorin Uta Bartsch gezählt – 150 mehr als vor zwei Jahren. Nicht mitgerechnet sind die Besucher bei den vielen kostenlosen Verstaltungen, den Ausstellungen und Filmvorführungen.

Die finanzielle Bilanz fällt trotzdem ernüchternd aus. Rund 230 000 Euro hat das gesamte Festival gekostet, sagt Uta Bartsch – trotz zusätzlicher Veranstaltungen etwas weniger als 2014. Die Einnahmen waren allerdings mit knapp 219 000 Euro auch geringer. 25 000 Euro kamen wie vereinbart von der Stadt, große Unterstützung gab es von der Wohnungsgesellschaft NWG und den Stadtwerken. Andere erhoffte Zuschüsse blieben aber aus. Auch die Karten für die Grete-Minde-Aufführungen unter freiem Himmel verkauften sich schlechter als in den Jahren zuvor. Uta Bartsch macht aus ihrer Enttäuschung keinen Hehl. Alle Rechnungen können sie und ihre drei Partner bezahlen. Die künstlerischen Leiter müssen beim eigenen Honorar streichen.

Festspiele könnten Teil, des Fontane-Jubiläums 2019 werden

Wie es mit den Festspielen weitergeht, ist offen. Neuruppins Vize-Bürgermeister Arne Krohn geht fest davon aus, dass die Festspiele in etwas veränderter Form Kern der landesweiten Feiern zum Fontane-Jubiläum 2019 werden. Der Vertrag zwischen der Stadt und den vier künstlerischen Direktoren endet jedoch jetzt. Einem neuen müssten die Stadtverordneten zustimmen. Die haben bei ihrer Sitzung am Montag die Fontane-Festspiele mit keinem Wort erwähnt. Weder die vergangenen noch künftige.

Von Reyk Grunow

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