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Ostprignitz-Ruppin Fontane und der Wow-Effekt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fontane und der Wow-Effekt
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14:15 05.02.2016
Theodor Fontane hat Neuruppin bekannt gemacht – und ganz Brandenburg dazu. Quelle: Peter Geisler
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Neuruppin

Die Aufgabe ist keine leichte: In gerade mal zwei Jahren soll Neuruppin um seinen großen Sohn Theodor Fontane ein Programm auf die Beine stellen, das Menschen in ganz Deutschland und darüber hinaus so beeindruckt, dass sie unbedingt die Fontane-Geburtsstadt besuchen wollen. Die Stadt soll das Fontane-Zentrum werden. Der Leuchtturm im großen Fontanejahr 2019, an dem sich alle anderen Orte im 200. Geburtsjahr des großen märkischen Dichters orientieren.

Hajo Cornel machte am Montagabend im Neuruppiner Tempelgarten deutlich, welche Rolle Neuruppin aus Sicht der Landesregierung 2019 spielt. Cornel arbeitet seit 2015 beim Kulturministerium als Koordinator der landesweiten Veranstaltungen im Fontanejahr. Für ihn steht fest: „Es kann als zentralen Ort für 2019 nur einen geben, nämlich Neuruppin, weil Neuruppin die Geburtsstadt ist.“ Wie die Feiern zum großen Jubiläum in Neuruppin aussehen sollen, weiß jedoch noch niemand.

Programm von Ende März bis Ende Dezember

Neun Monate Programm soll es geben, so viel steht immerhin schon fest. Am 30. März 1819 kam die Familie Fontane nach Neuruppin, erinnerte Neuruppins Kulturmanager Mario Zetzsche am Montagabend. Die Fontanes fühlten sich in der Stadt so wohl, dass neun Monate später der kleine Theodor zur Welt kam. Die Wohlfühlzeit wird 2019 zur Feierzeit: Von Ende März bis Ende Dezember soll es so viel Programm geben, dass jeder etwas Tolles erleben kann, egal wann er nach Neuruppin fährt. Gut 50 Gäste wollten am Montag hören,was Stadt und Land sich für 2019 vorstellen: Politiker, Künstler, Vereinsvertreter, Bürger waren gekommen. Das Treffen war der Auftakt für die konkrete Planung.

Drei Eckpunkte sind für 2019 bisher gesetzt: 1. Es wird im Museum eine große Ausstellung zu Theodor Fontane geben, die über die Grenzen des Landes hinaus für Aufsehen sorgen soll. 2. Auf dem Neuruppiner Braschplatz soll ein Fontanecamp stattfinden, zu dem Jugendliche aus ganz Deutschland eingeladen werden, um zu erforschen, warum Fontanes Werke auch heute noch aktuell sind. 3. Es soll nach einer Pause in den Jahren 2017 und ’18 wieder Fontanefestspiele geben, wenn auch anders und größer als in den vergangenen Jahren. Was sonst alles noch entsteht, muss sich zeigen. Oberstes Ziel: Die Gäste sollen Fontane erleben, wie ihn viele noch nicht kannten – spannend und modern.

Die Stadt bekommt eigens einen Koordinator

In gut einem Monat will Cornel in Potsdam ein Büro als zentrale Anlaufstelle einrichten. Neuruppin bekommt einen eigenen Koordinator, bei dem ab diesem Jahr alle Fäden zusammenlaufen, kündigt Bürgermeister Jens-Peter Golde an.

Ihm ist bewusst, welche Herausforderung „Fontane 200“ für Neuruppin ist. „Das ist nicht nur ein intellektuelles und ideelles Problem, sondern auch eine Frage des Geldes.“ Zwar werden Stadtwerke und NWG auch 2019 das Geld bereitstellen, das sie bisher für die Fontanefestspiele gezahlt hatten. Doch das allein wird nicht ausreichen, um neun Monate Programm zu bezahlen. Golde setzt auf das Land und auf weitere Sponsoren.

Wer was macht, soll in den kommenden Monaten geklärt werden. Die Stadt will eine Internetplattform ins Leben rufen, um alle Ideen zu bündeln. Arbeitsgruppen sollen alle Vierteljahre tagen und die verschiedenen Programmpunkte weiter diskutieren.

Von Reyk Grunow

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