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Ostprignitz-Ruppin Fontane zieht auch international
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fontane zieht auch international
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00:28 01.04.2018
Martin Gorholt (l.) ist Fontane seit Langem verbunden. Von Bürgermeister Jens-Peter Golde bekam er eine Plastik für die Landesvertretung. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Schon auf den ersten Blick ist die Ähnlichkeit frappierend. Wenn Neuruppins Bürgermeister Jens-Peter Golde die Fontane-Statue des Künstlers Ottmar Hörl neben das Gesicht von Staatssekretär Martin Gorholt hält, könnte man fast meinen, Hörl habe seine Plastik nach Gorholts Ebenbild geschaffen.

Martin Gorholt muss lachen über diesen Vergleich. Tatsächlich ist er aber Theodor Fontane sehr verbunden. Und das ist für Neuruppin ein Glücksfall. Mit Hilfe von Martin Gorholt kann die Stadt ihre Werbung fürs Fontanejubiläumsjahr 2019 jetzt noch einmal kräftig ankurbeln, auch international.

Bis vor zwei Jahren war Gorholt einer der wichtigsten Kämpfer für die großen Fontanefeiern in Brandenburg. Als Staatssekretär im Kulturministerium in Potsdam hat er sich maßgeblich um die Vorbereitungen des Jubiläums auf Landesebene gekümmert.

Fontane und Laga sind Brandenburgs Themen 2019

Kultur ist inzwischen nur noch eines seiner Themen – für Fontane hat er aber weiter viel übrig. Als Bevollmächtigter des Landes Brandenburg beim Bund und Fachmann für internationale Beziehungen ist Staatssekretär Gorholt inzwischen der offizielle Botschafter für ganz Brandenburg.

Brandenburg heißt im kommenden Jahr vor allem Fontane und Landesgartenschau (Laga). In 364 Tagen sollen die landesweiten Feiern zum 200. Geburtstag des großen märkischen Dichters in seiner Geburtsstadt Neuruppin eröffnet werden. Kurz darauf, am 13. April, die Laga in Wittstock.

„2019 ist toll was los im Land Brandenburg“, sagt Gorholt, „Das sollte man auch angemessen vermarkten.“ Dabei will er Neuruppin und Wittstock helfen. Am Donnerstag hat der Staatssekretär beide Städte besucht und einen Strauß von Ideen ausgebreitet.

Neuruppin soll am 3. Oktober in Berlin werben

Traditionell lädt die Landesvertretung Brandenburg in den Ministergärten in Berlins Mitte jeweils am 3. Oktober zu einem Tag der offenen Tür ein. Um die 8000 Besucher kommen erfahrungsgemäß an diesem Tag, um sich zu erkundigen, was die Mark denn so zu bieten hat.

In diesem Jahr soll sich dabei fast alles um Fontane drehen und damit auch um seine Geburtsstadt. „Neuruppin ist die Hauptstadt des Fontanejahres“, sagt Gorholt. Die Stadt könnte einen gehörigen Teil des Programms am 3. Oktober in der Landesvertretung bestreiten.

In Brandenburg gehört Fontane zu den bekanntesten Autoren – aber auch er war nicht nur hier unterwegs. Fontane hatte Verbindungen nach London, nach Frankreich und natürlich ins heutige Polen.

Reiseveranstalter suche Angebote aus der gesamten Region

Als Botschafter Brandenburgs im Ausland will Gorholt auch dort für das Fontanejahr werben. Das Ziel: so viele Menschen wie möglich 2019 nach Neuruppin und in die Region locken, nach Wittstock, Rheinsberg, Netzeband.

Fontane hin oder her – für Reiseveranstalter macht vor allem der Verbund der Orte den Reiz der Region aus, sagt Mario Zetzsche. Bei Messen hat er als Neuruppins Fontanebotschafter ordentlich die Werbetrommel gerührt.

Reiseveranstalter, sagt er, seien vor allem daran interessiert, Pakete für ihre Kunden zu schnüren: Programme, die über mehrere Tage oder eine Woche gehen. Da kommt es auf die Zusammenarbeit von Laga, Kammeroper, Fontanejahr und anderen an. Die ist auch Gorholt sehr wichtig. Das Land steckt 2019 viel Geld in die Region, und das soll sich dauerhaft lohnen.

Von Reyk Grunow

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