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Fontanejahr: Konzept für Leitausstellung

Neuruppin Fontanejahr: Konzept für Leitausstellung

Die Leitausstellung zum Fontanejahr im Museum Neuruppin wird sich der Arbeitsweise des Autors widmen. Im Museumsgarten wollen die Pflanzen wachsen, die der Apotheker in seiner Texten beschrieben hat.

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Das Fontane-Denkmal in Neuruppin erinnert auch an die Notizbücher des Autors.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Wenn Theodor Fontane nichts mehr einfiel, soll er Fangeball gespielt haben. Auch das wird der Besucher der Leitausstellung „fontane.200“ im Museum Neuruppin erfahren. Vor allem aber soll der Gast nachvollziehen können, wie der Autor gearbeitet hat. Drei Kapitel sollen die Leitausstellung im Jubiläumsjahr 2019 überschreiben, kündigte Kuratorin Heike Gfrereis am Dienstagabend im Bildungsausschuss an. „Schreiben“, „Texten“, „Sprechen“.

Gfrereis ist Honorarprofessorin an der Uni Stuttgart und hat zuletzt beim Deutschen Literaturarchiv Marbach zahlreiche Ausstellungen für das Schiller-Nationalmuseum und das Literaturmuseum der Moderne entwickelt. Gemeinsam mit dem Museum Neuruppin arbeitet die Literaturwissenschaftlerin an der Leitaustellung für das Fontanejahr. „Wir wollen Fontane spannend machen für ein großen Publikum.“

Moderner Textsammler

Ausstellungsbesucher sollen Fontane unter anderem als einen „ganz modernen Textsammler“ kennen lernen. So sollen seine Notizbücher zu sehen sein – quer beschrieben, von hinten beschrieben, mit zahlreichen eingeklebten Zetteln versehen. „Fontane war kein Autor, der sofort den richtigen Text hatte“, sagt Gfrereis. Er korrigierte, überarbeitete, überschrieb – das soll sichtbar werden. Besucher sollen unter anderem nachvollziehen können, wie aus dem bei „Effi Briest“ bekannten Satz „Das ist ein weites Feld“ der Satz „Das ist ein zu weites Feld“ wurde.

Zugleich soll die Dauerausstellung die ganz unterschiedlichen Facetten Fontanes aufzeigen. „Wir wollen Fontane auch als Briefschreiber zeigen, der das Papier wirklich gedreht und noch mal die Ränder beschrieben hat“, sagt Gfrereis. Zugleich soll nachvollziehbar werden, wie er sich ganz modern vermarktet hat. Fontane habe sehr ökonomisch arbeiten müssen, sagt Heike Gfrereis: „Er musste Geld verdienen.“

Eigenwillige Sprachkreationen

Auch den literarischen Mitteln, die Fontane eingesetzt hat, wollen die Ausstellungsmacher nachspüren. Seinen vielen eigenwilligen Sprachkreationen beispielsweise. Oder der Vielfältigkeit seiner Perspektiven. „Fontane fällte kein Urteil.“

Weil der Apotheker in seinen Texten auch auf viele Pflanzen einging, will das Museum zudem seinen Garten nutzen und dort Pflanzen aus Fontane-Texten wachsen lassen. „Das soll auch auf verschiedene Arten in der Stadt auftauchen und Lust machen, ins Museum zu gehen.“

Von Frauke Herweg

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