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Forsthaus bei Dreetz wird abgerissen

Nach über 100 Jahren das Ende Forsthaus bei Dreetz wird abgerissen

Das alte Forsthaus Schäferberg bei Dreetz steht seit Jahren leer und verfällt zusehends. Der Landesbetrieb Forst hat keine Verwendung mehr für das 1905 errichtete Gebäude und will es noch in diesem Jahr abreißen lassen.

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Das Forsthaus steht seit Jahren leer.

Quelle: Alexander Beckmann

Dreetz. Das Fleckchen mitten im Wald nahe Dreetz ist idyllisch – und heruntergekommen. Seit Jahren steht das Forsthaus Schäferberg leer. Das ist ihm deutlich anzusehen: kaputte Fenster, wucherndes Unkraut. Von der Scheune der kleinen Hofanlage fehlt eine ganze Ecke. Das Dach hängt frei und ist akut vom Einsturz bedroht.

Diesem Zustand will der Eigentümer der Immobilie, der Landesbetrieb Forst Brandenburg, nun ein Ende bereiten – allerdings anders, als mancher Dreetzer sich das gewünscht hätte: Noch in diesem Jahr will der Landesbetrieb fast alle Gebäude abreißen lassen.

Am Schäferberg verschwinden damit die letzten Spuren einer forstwirtschaftlichen Ära. 1905 war das Forsthaus errichtet worden. Über Jahrzehnte wurde von dort aus das Revier Schäferberg betreut. Im Zuge der Umstrukturierungen und Einsparungen bei der Landesforstverwaltung wurde es inzwischen aber anderen Revieren zugeteilt.

 Die Scheune ist bereits akut vom Einsturz bedroht

Die Scheune ist bereits akut vom Einsturz bedroht.

Quelle: Alexander Beckmann

„Schon 2011 haben wir die weitere Verwendung der Liegenschaft geprüft“, berichtet Ellen Schlieker vom Landesbetrieb Forst auf MAZ-Anfrage. Doch eine Nutzung als Wohnhaus sei nicht möglich. Dem stünden zum einen die hohen Kosten für die Sanierung, zum anderen die schlechte Erreichbarkeit über einen Waldweg entgegen. „Die öffentliche Erschließung wurde durch die Gemeinde bisher abgelehnt.“ Davon zeigt sich der Dreetzer Bürgermeister Bernd Schindler etwas überrascht: „Ich wüsste nicht, dass da jemals etwas an die Gemeinde herangetragen worden wäre.“

Wie dem auch sei. Ellen Schlieker erklärt: „Da sich vier Liegenschaften des Landesbetriebes im Einzugsbereich in Nutzung befinden und für dieses Gebäude keine weitere forstliche Nutzung erkennbar ist, wurde ein Abriss unter Belassung des alten Wildkellers als Fledermausquartier favorisiert.“ Immerhin: Eine Erinnerung wird also doch bleiben.

Von AlexanderBeckmann

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