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Fotoausstellung im Schloss

Rheinsberg Fotoausstellung im Schloss

Anlässlich der Wiedereröffnung des Rheinsberger Schlosses vor 25 Jahren zeigt das Kurt-Tucholsky-Museum jetzt eine Fotoausstellung mit Arbeiten des Berliner Fotodesigners Leo Seidel. Er hat geheime Winkel in Schloss und Park aufgespürt und künstlerisch umgesetzt.

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Leo Seidel (l.) und Detlef Fuchs signieren ihr Buch.

Quelle: Cornelia felsch

Rheinsberg. Schon zu Friedrichs Zeiten erfüllten die schönen Künste das Rheinsberger Schloss mit Leben. Es gab Konzerte sowie Gespräche über Kunst und Literatur, die Fotografie hat erst viel später dort Einzug gehalten. Seit Sonnabend zeigt der Berliner Fotograf Leo Seidel dort seine Ausstellung „Schlösser und Wunderkammern“. Es ist die 168. Schau in den Räumen des Kurt-Tucholsky-Literaturmuseums.

„Bei dem Wort ,Rheinsberg’ werden Sie, Herr Bürgermeister, sicher an das Ortseingangsschild oder die letzte Stadtverordnetenversammlung denken“, sagte Hartmut Dorgerloh. Der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg, der am Sonnabendvormittag die neue Ausstellung im Beisein des Bürgermeisters Jan-Pieter Rau eröffnete, gestand, dass ihm zuerst das Schloss in den Sinn käme.

Rheinsberg bedeutet für viele Atomkraftwerk

Viele Besucher erkundigen sich allerdings erst nach dem Atomkraftwerk oder dem Sanatorium, das einst in den königlichen Räumen untergebracht war. „Dabei merkt man dann, wie schnell Bilder und Erinnerungen verblassen und man überlegt, wie sah das Theater aus und wo lag der Kohlenhaufen?“ Gut, dass es Fotografien gibt, die nun den Rheinsberger Musenhof in neuem Glanz zeigen. 44 sind es an der Zahl.

Ein Jahr lang hat sich der Fotodesigner Loe Seidel im Schloss und im Park umgeschaut und fotografiert. Geheime Winkel in ungewöhnlicher Beleuchtung- Landschaft im Nebel, dann wieder in der Abendsonne oder mit Schnee bedeckt. Er hat die Räume durchstöbert um das Lebensgefühl des Kronprinzen noch einmal neu einzufangen.

„Dabei hat mich Detlef Fuchs immer wieder inspiriert und neu angespornt; so dass ich wiederholt nach Rheinberg fuhr, um andere Perspektiven oder ein anderes Licht zu nutzen“, sagt Leo Seidel. Beide haben gemeinsam an einem Bildband gearbeitet, der jetzt anlässlich der Wiedereröffnung des Schlosses vor 25 Jahren im Hirmer Verlag erschienen ist.

Neus Buch „Musenhof in neuem Glanz“

Das Buch „Rheinsberg. Musenhof in neuem Glanz“ enthält Texte von Kustos Detlef Fuchs und Fotos von Leo Seidel. Neben farbigen Digitalfotos aus Rheinsberg gibt es in der Ausstellung aber auch Schwarz-Weiß-Fotografien der Potsdamer Schlösser, Stillleben und Polaroid-Aufnahmen auf großformatigem Büttenpapier zu sehen.

Die Arbeit mit der Polaroid-Kamera begeistert den 39-jährigen Fotodesigner besonders, denn sie ermöglicht es ihm, in kürzester Zeit ein Ergebnis zu erhalten. „Hinzu kommt der Reiz des Zufälligen, der durch die Fotochemie entsteht“, sagt der Fotograf, dessen Kamera ebenfalls in einer Vitrine bewundert werden kann. Die besonderen Polaroidfilme, die im Gegensatz zu herkömmlichen Filmtypen nicht nur ein Posítiv sondern auch ein sofort entwickeltes Negativ hervorbringen, sind allerdings Restbestände und werden nicht mehr hergestellt.

Von Cornelia Felsch

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