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Ostprignitz-Ruppin Fotografien in der Gumtower Schmiede
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fotografien in der Gumtower Schmiede
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00:18 25.03.2016
Fotograf Sebastian Ballenthin zeigt seine Arbeiten gegenwärtig in der Galerie 5 in Gumtow bei Familie Zempel. Quelle: Renate Zunke
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Gumtow

Bilder von Sebastian Ballenthin aus dem Plattenburger Ortsteil Krampfer sind derzeit in der Gumtower Galerie 5 zu sehen. Seine Fotografien aus Paris und der Prignitz hängen an den Wänden der ehemaligen Schmiede, jetzt das Wohnzimmer der Eheleute Karin und Eckhard Zempel.

Es ist nicht Ballenthins erster „Auftritt“ an diesem Ort. Schon im Jahr 2002 machte er hier mit einer Fotoinstallation und Klangcollage auf sich aufmerksam. Damals war Wohnen in der ehemaligen Schmiede noch eine Vision. Der Geruch des Schmiedefeuers hing in der Luft, die Wände waren rauchgeschwärzt, Esse und Amboss konnten jederzeit wieder benutzt werden.

Nicht die erste Ausstellung von Ballenthin in der Schmiede

„Steinreich“, unter diesem Titel stellte Ballenthin 2002 seine kraftvollen Bilder in der ehemaligen Werkstätte aus. In der Prignitz reichlich zu finden, hatte er Steine mit der Kamera sozusagen seziert und als Foto neu zusammengesetzt. Im Kreis zusammengestellt, konnte man die Steinbilder dann wie eine illustre aber auch mystische Versammlung in der Schmiede bewundern. Einer Versammlung, die Geschichten erzählte von der steinreichen Prignitz – auf den ersten Blick eine unspektakuläre, karge Landschaft. Doch nur auf den ersten Blick. Mit seinen Stein-Fotografien forderte Ballenthin die Betrachter auf, sich die Prignitz wie ein Geschichtenbuch, Seite für Seite zu erschließen. Das Projekt, gefördert vom Landkreis, konnte man als Wanderausstellung auch an anderen Orten besichtigen.

Landschaften der Prignitz, aber auch die großer Städte, sind Ballenthins Motive. Menschen findet man auf seinen Fotos, wenn sie in die Landschaften eingebunden sind. „Porträts sind nicht so mein Ding“, sagt er. Seine Bilder von Stadtlandschaften in schwarz-weiß, die jetzt in der Galerie 5 hängen, entstanden während einer kurzen Reise nach Paris. Die Fotos hat er nur im Umkreis des Eifelturms geschossen.

Bilder entstehen auf Städte-Kurzreisen

Auf solche Städte-Kurzreisen begibt sich Sebastian Ballenthin gern und oft – nur um zu gucken, was ihm so vor die Linse kommt. So hat er zum Beispiel von den 30 Bildern, die während eines Trips nach Amsterdam entstanden, die meisten wieder verworfen. „Es muss für mich stimmen“, sagt der Fotograf und verlässt sich dabei auf sein Bauchgefühl. Dank der Digitaltechnik würde es sowieso eine regelrechte Bilderflut geben. Da müsse er nicht auch noch Unvollkommenes hinzufügen. Ballenthin erklärt: „Ich muss in der richtigen Stimmung und voller Neugier sein, wenn ich auf Fototour gehe. Wenn ein Motiv allegorisch ist, springe ich an. Oft ist es nur ein kurzer Moment der stimmt. Aber auf den muss man einfach warten. Nicht alles muss dann vordergründig zu sehen sein. In meinen Bildern sollen die Leute spazieren gehen und Eigenes entdecken.“ Der Fotograf weiß aber auch, dass oft eine Portion Glück dazu gehört, um den perfekten Moment zu erwischen.

Der Künstler war in der DDR Architekturfotograf

Als Architekturfotograf sollte Ballenthin zu DDR-Zeiten im Auftrag des Berliner Wohnungsbaukombinats „Schönheit und Funktionalität“ von Plattenbauten darstellen. Damals hat er oft zweimal auf den Auslöser gedrückt. Denn nebenbei dokumentierte er, nur für sich, den Verfall alter Gebäude in Berlin, so zum Beispiel über vier Jahre das langsame Verschwinden eines ganzen Wohnviertels in Grünau. Diese Bilder waren dann nach der Wende in einer Ausstellung in Berlin zu sehen.

Der Nachwuchs ist schon in der Spur. Auf seinen Fotoausflügen hat Sebastian Ballenthin jetzt zunehmend seinen 14-jährigen Sohn Niclas zur Seite, der ebenfalls auf der Suche nach dem perfekten Foto ist. Eine kleine Auswahl seiner Bilder ist neben denen des Vaters in Gumtow ausgestellt.

Von Renate Zunke

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