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Fragen zur Tuchfabrik und Bahn beantwortet

Bürgermeister vor der Wahl in Wittstock Fragen zur Tuchfabrik und Bahn beantwortet

Bürgermeister Jörg Gehrmann möchte am Sonntag wieder gewählt werden. Er ist der einzige Kandidat für die Wahl am 27. September. Zuvor beantwortete er jeden Tag Fragen der Einwohner, zum Beispiel nach dem Treuhandvertrag zur Tuchfabrik.

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Amtsinhaber Jörg Gehrmann kandidiert am Sonntag erneut als Bürgermeister in Wittstock.

Quelle: Claudia Bihler

Wittstock. Fragen an den Bürgermeister konnten bis Donnerstag gestellt werden. Amtsinhaber Jörg Gehrmann ist der einzige Bewerber zur Bürgermeisterwahl am Sonntag und stellte sich in den vergangenen zwei Wochen den Fragen der MAZ-Leser. Was soll in den Ortschaften zur Verbesserung der Wohnkultur unternommen werden? Was geschieht mit den städtischen Wohnungen, werden sie auch so hergerichtet wie in der Kernstadt, oder verfallen sie weiter?, fragt Benno Schönfeld.

Jörg Gehrmann antwortet: Die Wohnungen werden genauso hergerichtet wie in der Kernstadt, wenn eine Verwertung ansteht. Der Bedarf an Wohnraum entwickelt sich in den Ortsteilen bei den sogenannten Neubauten aber eher negativ.

Werden die Wohnblöcke im Waldring saniert?

Helmut Schorm möchte wissen: Einige Wohnblocks der GWV im Waldring sind schon „in die Jahre gekommen“. Ist dort in absehbarer Zeit eine Renovierung zu erwarten?

Jörg Gehrmann: Selbstverständlich wird der Zustand der Gebäude im Waldring ständig beobachtet. Wenn nötig, werden Maßnahmen zur Unterhaltung und Instandhaltung kurzfristig durchgeführt. Große Investitionen sind in diesem Bereich für die kommenden zwei Jahre nicht angedacht, da unser Fokus auf der Sanierung der Wohnblocks in der Röbeler Vorstadt liegt. Begleitend arbeiten wir mit der GWV auch fortwährend an einer Prioritätenliste für die Gebäude im Waldring, mit der wir den Bedarf an Reparatur- und Sanierungsarbeiten ermitteln.

Einsatz für den Prignitz-Express nach Gesundbrunnen

Und noch eine Frage von Helmut Schorm: „Was werden Sie unternehmen, um die Zugverbindung RE 6 zur Hauptstadt bis nach Gesundbrunnen zu beschleunigen und die Verbindung so für die Region attraktiver zu machen? Der betreibende VBB gehört zu einem Drittel dem Land und zu einem Drittel den Kreisen; Einflussnahme müsste möglich sein.“

Jörg Gehrmann: Das ist ein wichtiges Thema für die Pendler von Wittstock nach Berlin – und umgekehrt. Deshalb bin ich dazu schon seit längerer Zeit mit unserem Landtagsabgeordneten Jan Redmann in regelmäßigem Austausch, um die Verantwortlichen im Land Brandenburg und in Berlin mit diesem Thema zu nerven, denn da werden wir keine Ruhe geben.

Bärbel Kannenberg fragt: „Welche Strategie haben Sie, junge Bürger in der Stadt zu halten oder zurückzugewinnen.“

Jörg Gehrmann: Fachkräftemangel ist in Wittstock vielerorts spürbar. Insofern ist eine entsprechende Grundlage gegeben, als junger Mensch sein Leben in Wittstock zu gestalten. Dazu gehören nebenbei nicht nur Freizeitangebote, sondern vielmehr auch infrastrukturelle Maßnahmen. Kitas, Schulen, Veranstaltungen, Vereine und besonders eine intakte Stadtgesellschaft machen Wittstock schon jetzt lebenswert.

Wie sieht der Vertrag zur Tuchfabrik aus?

Noch mal Bärbel Kannenberg: „Welche Möglichkeiten bietet der Vertrag mit dem Investor der ehemaligen Tuchfabrik am Dosseteich zur Rückübertragung an glaubwürdige Investoren? Müssen wir tatenlos zusehen, wie dieses für die Stadt sehr wichtige Areal in sich zusammenfällt und bald ausgelöscht ist?“

Jörg Gehrmann: Es gibt im Kaufvertrag zwischen dem jetzigen Eigentümer und der Treuhand keine diesbezüglichen Regelungen. Im Umsetzungsplan zur Stadtsanierung ist das Gelände für bauliche Sicherungsmaßnahmen vorgesehen. Insofern schauen wir nicht tatenlos zu.

Bärbel Kannenberg will außerdem wissen: „Welche direkten Vorteile sehen Sie für unsere Region in der geplanten Kreisgebietsreform?“

Jörg Gehrmann: Da nicht klar ist, welche Variante einer möglichen Kreisgebietsreform umgesetzt wird, wäre die Beantwortung dieser Frage reine Spekulation.

Von MAZ-online

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