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Ostprignitz-Ruppin Frank Schröder liest Wein-Krimis
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frank Schröder liest Wein-Krimis
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00:17 10.11.2016
Freude bei allen Beteiligten: Krimi-Autor Frank Schroeder (r.) und Róman Noack schenken ein. Quelle: Regine Buddeke
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Buskow

Der Tatort ist in schummriges Licht getaucht. Der Ofen bullert und bläst Hitze in jeden Winkel der uralten Druckerei. Zwischen den historischen Druckerpressen, den Setzkästen und den Drucken an den steinernen Wänden flackern Kerzen in schweren Leuchtern, eine Laterne blakt. Fast könnte man meinen, man säße selber in Schloss Ballymore, wo Mr. O’Connor seinen Roman zu Ende schreiben will und so lange das Haus hütet – „Steven Kings „Shining“ lässt grüßen. Der alte, vom Whisky gezeichnete Schlosskaplan hat O’Connor gerade durchs dunkle Moor und die schauerlich quietschende Tür des düsteren Gebäude geführt und vor seinem Abgang mitgeteilt, dass es im Hause – nun ja … gelegentlich … ein bisschen spuke. Aber das sei nur die alte Lady Ashton. Die Stimme des Vorlesers lässt all dies plastisch werden – alles wirkt so nah, dass eine Frau im Publikum kurz aufkreischt, als Frank Schroeder, der Autor der Geschichte, die Laterne vor seinem Gesicht gespenstisch aufleuchten lässt.

Gruseliger Gang durch Ballymore Castle mit Frank Schroeder. Quelle: Regine Buddeke

Gut 20 Whisky- und Weinliebhaber haben sich am Samstagabend in der alten Bodoni-Druckerei in Buskow eingefunden – nicht nur, um den schaurigen Geschichten des RBB-Moderators und Autors Frank Schroeder zu lauschen, sondern auch der kulinarischen Genüsse wegen. Schroeder schreibt seine knackigen Wein-Krimis nicht ganz von ungefähr – sein Freund Róman Noack hat ihn darauf gebracht – ein Wein- und Whisky-Kenner, der seine Agentur „Weinroman“ genannt hat. „Ich habe den Roman im Vornamen, Frank schreibt sie“, sagt der Kompagnon – beide veranstalten jährlich um die 100 Abende wie den in Buskow. Was beide zwischen den Krimis in die Gläser der Gäste fließen lassen, ist allererste Güte und wird von Róman Noack wortreich und anschaulich per Beamer erklärt.

Róman Noack erzählt anhand von Dias viel über Wein und Whisky. Quelle: Regine Buddeke

„Ich stelle meine Lieblingssorten vor“, sagt er – und das sind nicht wenige. Nach dem Abend ist man also nicht nur um ein paar Promille reicher, sondern auch um etliches Wissen über Wein- und Whisky-Erzeugung, Hanglagen, Sauternes-Fässer, Rebsorten und kuriose Anekdoten rund um die hellen und dunklen edlen Tropfen.

„Dass der hinterhältige Winzer tatsächlich 600 Liter des edlen Weines in den Gully hat laufen lassen, nur um die Versicherung zu täuschen, ist natürlich erstunken und erlogen. Er hat da vorher noch etliche Flaschen abgefüllt“, verrät Schroeder, während Noack den Weintrinkern einschenkt – nicht den Traminer Spätlese aus dem Fass, in dem in der Story eine Leiche lagerte, sondern einen Spätburgunder 2009 aus dem Weingut Kloster Pforta. Den Gästen, die sich für Whisky entschieden haben, wird ein auf 4100 Flaschen limitierter Single Malt Scotch offeriert. „2003 destilliert, elf Jahre im Bourbonfass gereift und noch weitere zwei Jahre im Eichenholzfass.“ Dann liest er vor: Muskat, Pfeffer, Nelken, Apfel, Erdbeere, Vanille, Kümmel, Anis, Minze. All das kann man – so man eine feine Zunge oder Nase hat – herausschmecken oder riechen. Allein der Gedanke macht satt – obschon die Gastgeber für ein wunderbares Büfett mit Suppe, Quiche und Kuchen gesorgt haben. Irgendwo muss die Grundlage für die Getränke ja herkommen.

Riechen, schmecken, genießen: den Gästen gefällt das Konzept aus Story und Genuss. Quelle: Regine Buddeke

„Wir sind begeistert“, sagt Katja Schulz mit leuchtenden Augen. Die Neuruppinerin ist mit ihren Freundinnen zur Krimi-Verkostung gekommen. Der Riesling des ersten Ganges sei fantastisch gewesen – überhaupt sei die Kombination aus Lesung mit Verkostung eine wunderbare Sache. „Er hat eine so ausdrucksstarke Stimme“, lobt Andrea Grimmer Frank Schroeder. „Wir sind ja keine Weinkenner – aber lernen gerade viel dazu“, ergänzt Svenja Mohaupt.

Nach weiteren Gruselgeschichten rund um die Welt des Weins stellt der Whisky-Gourmet Noack seine eigene Kreation vor. „Ich habe zwar kein Brennrecht“, so der Berliner. „Aber einen fränkischen Brenner mit einem 500 Jahre alten Muschelkalk-Keller.“ Jener habe Ahnung von Destillation. „Ich vom Whisky. Und glauben sie mir: diesen fränkischen Single Malt Whisky hat bislang kein Franke getrunken. Aber wir werden immer gefragt, aus welcher Ecke Schottlands der stammt.“

Von Regine Buddeke

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