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Ostprignitz-Ruppin Frank Szramek leitet Jugendfeuerwehr
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frank Szramek leitet Jugendfeuerwehr
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00:17 03.07.2016
Gemeinsame Feiern wie die des Kindertages gehören zum Programm bei der Jugendfeuerwehr in Heiligengrabe. Quelle: Christamaria Ruch
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Heiligengrabe

„Feuerwehr muss gemacht werden.“ Für Frank Szramek aus Heiligengrabe gehört der Umgang mit dem Feuer und das Bergen von Menschen zum Leben. Doch damit nicht genug. Er ist seit August des vergangenen Jahres Jugendwart im Ort, folgte auf Sebastian Herm und ist damit für den Nachwuchs unter den Brandschützern zuständig. Vor fünf Jahren wurde die Gruppe ins Leben gerufen.

Der 40 Jahre alte Frank Szramek trat 2009 in die Reihen der freiwilligen Feuerwehr in seinem Heimatort ein. „Davor war ich 20 Jahre lang bei der Wasserwacht“, sagt er.

Doch sein Rückzug bei der Wasserwacht war keineswegs das Aus für sein Ehrenamt. „Drei Monate war ich ohne Ehrenamt und damit kam ich gar nicht klar“, gibt er offen zu. Also wechselte er zu den Brandschützern. „Wo ich Menschen helfen kann, das ist genau meine Sache.“

Tagsüber ist Frank Szramek als Fleischer tätig und kümmert sich auch dort um andere. Er arbeitet seit 16 Jahren in den Stephanus-Werkstätten in Heilbrunn bei Kyritz. Dort sind Beschäftigte mit geistigen, körperlichen oder psychischen Erkrankungen tätig. Frank Szramek absolvierte für diese Arbeit eine Zusatzausbildung im Bereich Sonderpädagogik.

Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Timo ist fast vier Jahre und Till ist sieben. Alle zwei Wochen steht der Montagnachmittag im Zeichen des Brandschutzes.

Von 17 bis 18.30 Uhr treffen sich 15 Kinder und Jugendliche in der Nachwuchsriege. „Das ist ein abwechslungsreicher Treffpunkt nach der Schule“, sagt Frank Szramek. Anne-Katrin Fengler ist seit Frühjahr 2015 Mitarbeiterin in der Gemeindeverwaltung Heiligengrabe. Zu ihrem Aufgabenbereich gehört die Feuerwehr. Sie und weitere Brandschützer wie Michael Brunsch und Holger Wille unterstützen Frank Szramek bei der Nachwuchsarbeit.

Der Übungsplan folgt einem langfristigen Ziel: Ab 16 Jahre können Jugendliche zu den aktiven Brandschützern wechseln. Mit Florian Otto steht jetzt der erste Jugendliche vor diesem Übergang. Er beendet gerade die 10. Klasse, beginnt dann seine Ausbildung bei der Swiss Krono Group in Heiligengrabe und freut sich bereits auf die Laufbahn bei der Feuerwehr. „Das ist alles ideal für mich, denn ich wohne weiter hier und mache etwas Sinnvolles“, sagt Florian.

„Teilweise komme ich an nervliche Grenzen bei den Übungsstunden, weil einige Jugendliche mitten in der Pubertät stecken“, sagt Frank Szramek. Doch „im Ernstfall kann ich mich mit der Truppe sehen lassen“, weiß er. Dazu gehört etwa das Ablegen der Jugendflamme I und II. Dort wird viel theoretisches und praktisches Wissen abgefragt. Gerade erst holten acht Mitglieder von Szrameks Gruppe dieses begehrte Abzeichen. Alles, was mit Wasser zu tun hat, oder wenn die Nachwuchsriege in den Fahrzeugen mitfahren darf, kommt besonders gut an. „Wo sonst kommt man schon so dicht an die Geräte?“, stellt Szramek in den Raum.

Gerätekunde, Brandbekämpfung, Erste Hilfe, Knoten und sogar die theoretische Eisrettung standen schon auf dem Plan. „Je nach Tagesform kann ich mit den Kindern und Jugendlichen viel oder wenig schaffen.“ Doch immer wieder betont er auch: „Die Jugendarbeit ist ein sehr dankbarer Bereich.“ Daneben organisiert er mehrmals im Jahr Ausflüge und Feste, wie gerade die verspätete Kindertagsfeier.

Von Christamaria Ruch

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