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Ostprignitz-Ruppin Frankendorf: Friedhofsgebühr steigt drastisch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frankendorf: Friedhofsgebühr steigt drastisch
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02:17 06.12.2015
Ein Trauerfall wird im Amt Temnitz bald teurer als bisher. Denn die Friedhofsgebühren sollen nicht nur in Storbeck-Frankendorf, sondern auch in anderen Gemeinden erhöht werden. Quelle: Peter Geisler
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Frankendorf

In Frankendorf werden die Friedhofsgebühren ab dem kommenden Jahr drastisch steigen. Kostet ein Einzelgrab bislang 115,13 Euro, werden die Nutzer dafür ab Januar 500 Euro berappen müssen. Für eine Doppelgrabstätte auf dem kommunalen Friedhof von Frankendorf werden statt der bisherigen 230,26 Euro gleich 1000  Euro fällig.

So hoch sich die Zahlen auch anhören: Sie stellen eine bereits stark abgefederte Variante der ursprünglichen Teuerungsrate dar. Die Verwaltung des Amtes Temnitz trug nämlich an die Gemeinde eine noch stärkere Anhebung der Gebühren heran. Ihr nach sollten das Einzelgrab 708 Euro und das Doppelgrab knapp 1500 Euro kosten. Das Ziel: Die Einnahmen sollten 100 Prozent der auf dem Friedhof anfallenden Kosten decken.

Das wollten die Gemeindevertreter allerdings nicht mittragen. Sie handelten einen Kompromiss heraus, der im Schnitt etwa 20 Prozent unter dem Verwaltungsvorschlag liegt. „Wir haben uns für niedrigere Preise eingesetzt, weil wir den Bürgern die enorme Steigerung nicht antun wollten“, sagt Bürgermeister Hans-Jürgen Berner. Dadurch müsse zwar die Gemeinde für über 20 Prozent der auf dem Friedhof entstehenden Kosten einspringen. Da dabei der soziale Frieden in der Doppelgemeinde Storbeck-Frankendorf eher gewahrt werden kann, sei das vertretbar, sagt der Bürgermeister.

Zudem sollen die Einwohner mit einer überhöhten Gebühr nicht dafür bestraft werden, dass die Verwaltung die alte Friedhofsgebührensatzung sehr lange nicht in Angriff genommen hatte. „Es hieß immer: ,Wir müssten sie mal neu machen, wir müssten mal’ – passiert ist aber nie etwas“, berichtet Hans-Jürgen Berner. Tatsächlich stammt die alte Fassung aus dem Jahr 1995. Das ist auch der Grund dafür, dass die bisherigen Gebühren nach der Umrechnung von D-Mark in Euro krumme Zahlen aufwiesen.

Nur bei der bisher kostenfreien Nutzung der Trauerhalle will die Gemeinde ab Januar 100 Prozent ihrer Ausgaben über die Gebühr wieder einfahren und verlangt dafür künftig 53 Euro. Berner hält das für gerechtfertigt. Schließlich habe die Kommune in den vergangenen Jahren über 10 000 Euro für deren Sanierung ausgegeben. „Wir müssen sehen, dass wir das Geld wieder reinbekommen“, sagt der Bürgermeister.

Von Celina Aniol

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