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Ostprignitz-Ruppin Frau Winter malt gerne den Winter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frau Winter malt gerne den Winter
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00:17 04.05.2016
Ihr Atelier baut Gisela Winter im heimischen Esszimmer auf – wenn sie dazu die nötige Ruhe hat. Quelle: Claudia Bihler
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Tetschendorf

„Eigentlich habe ich ja viel zu tun“, sagt Gisela Winter aus Tetschendorf, „aber als ich im Jahr 2000 in den Ruhestand gegangen bin, habe ich mich trotzdem nicht so richtig ausgelastet gefühlt.“ Und dann stieß die Tetschendorferin auf eine kurze Nachricht in der Märkischen Allgemeinen: Darin lud die Volkshochschule zu einem Malkurs ein. „Ich habe mich da einfach mal eingeschrieben, auch, wenn ich in der Schule nicht so gut malen konnte“, sagt sie heute rückblickend.

Der Dozent war ein Rentner, der extra aus Berlin kam, um Unterricht zu geben. „Als ich in die Klasse kam, saßen da lauter Leute, die schon viel besser malen konnten“, erinnert sich die ehemalige Krankenschwester: „Ich habe dann einfach immer bei ihnen geguckt, welche Technik sie anwenden. und manchmal habe ich ein wenig Hilfe von unserem Lehrer bekommen.“ Inzwischen hat Gisela Winter durchaus eine Fangemeinde für ihre Bilder aufgebaut: „Einmal habe ich das Tetschendorfer Schloss gemalt, aber die graue Farbe für die Fassade nicht so recht hinbekommen.“ dennoch kam die Nachbarin und wollte das Bild für ihren Sohn. Sie hat es ihr gegeben: „Ich muss wohl mal wieder ein neues malen.“

Szene vom Hühnerhof in Aquarelltechnik gemalt. Quelle: Claudia Bihler

Ohnehin verschenkt sie viele ihrer Bilder an die Familie und bis in den weiteren Bekanntenkreis. Auch im Tetschendorfer Schloss hängen ein paar Bilder von ihr: „Die tausche ich dann ab und zu mal aus, damit nicht immer das gleiche zu sehen ist.“ Einmal hatte sie auch mit einer anderen Dame in Wittstock an einer Ausstellung für Hobbykünstler teilgenommen. „Aber inzwischen hört man ja nichts mehr von ihnen, das ist eigentlich schade.“Denn einerseits würde sie andere Künstler und die ehemaligen Teilnehmer am Kurs gerne wieder sehen, andererseits würde sie aber auch gerne noch mehr lernen. Im Moment bildet sie sich mit entsprechenden Büchern fort Stück für Stück fort: „Aber ich würde mir gerne auch wieder mal was zeigen lassen.“

Ihre Motive findet sie einerseits auf Fotografien oder Postkarten. Andererseits bringt sie regelmäßig fotografische Urlaubserinnerungen mit: etwa vom Urlaub in der Türkei. gerne malt sie auch Winterlandschaften – wegen ihrer zarten Farben. Und weil ihr Mann Jäger ist, malt sie auch viele Aquarelle über die Waldbewohner: „Auch, wenn er meine Wildschweine nicht mag, die ich mal gemalt habe“, sagt sie mit einem Lachen. Auf Motivjagd geht sie allerdings auch selbst mit dem Fotoapparat. „zuerst zeichne ich die Bilder dann mit dem Bleistift ab, später werden sie erst farbig gemalt.“ Dabei bleibt sie ausschließlich bei Aquarellfarben, obwohl Acryl oder Öl sicher einfacher wären: „Da kann man nach dem Trocknen korrigieren.“ Mitunter „malt“ sie auch mit Nadel und Faden farbenfrohe Stickereien auf Tischdecken. Im Frühling entstehen allerdings weniger Bilder, weil sie zu der Jahreszeit viel im Garten zu tun hat. Sicher ist nämlich für sie eines: „Zum Malen braucht man Ruhe.“

Von Claudia Bihler

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