Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Ostprignitz-Ruppin Frau geschubst: Vorwürfe an das Jobcenter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frau geschubst: Vorwürfe an das Jobcenter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 07.03.2017
Verantwortliche des Jobcenters äußern sich nicht zu den Schilderungen der Wittstockerin Quelle: Archiv
Anzeige
Wittstock

Schwere Vorwürfe erhebt eine Wittstockerin (Name der Redaktion bekannt) gegenüber dem Hauptsitz des OPR-Jobcenters in der Dossestadt. Sie berichtet von Handgreiflichkeiten, sie sei dort geschubst und gewaltsam festgehalten worden. Man habe ihr auch mit der Polizei gedroht, schreibt sie in einem Brief an die MAZ.

Die Betroffene schildert den Hergang so: Sie sei am 21. Februar in der Behörde erschienen, um Dinge für ihre Söhne zu erledigen. Denn der ältere der beiden habe kürzlich eine Arbeit aufgenommen und der andere am Tag zuvor einen leichten Unfall erlitten, weshalb er am Morgen des 21. Februar einen Arzt habe aufsuchen müssen, obwohl er um 9 Uhr eigentlich einen Termin im Jobcenter hatte. Also sprang die Mutter kurzerhand ein, um dem verletzten Sohn den Weg dorthin zu ersparen. Denn es sei lediglich darum gegangen, geforderte Dokumente nachzureichen.

Sie habe sich also bei der Anmeldung registrieren lassen und wollte nun warten, bis sie aufgerufen wird. Kurz darauf habe sie die zuständige Sachbearbeiterin aber vorbeikommen sehen und ihr zugerufen, dass sie „nur etwas abzugeben“ habe, während sie aufstand und dieser in ihr Büro folgen wollte. Doch an der Tür habe sie ein Wachmann aufgehalten und aufgefordert, sich wieder hinzusehen. Daraufhin die Wittstockerin: „Frau ... weiß doch gar nicht, dass ich hier bin. Mein Sohn sollte ja eigentlich da sein.“ Auf die Auskunft, dass die Sachbearbeiterin jetzt einen Termin habe, habe die Wittstockerin entgegnet: „Sie kann jetzt gar keinen Termin haben. Denn sie hätte ja mit meinem Sohn einen Termin.“

Auf die wiederholte Aufforderung sich wieder hinzusetzen, habe sie dem Wachmann geantwortet: „’Du hast mir gar nichts zu sagen.’ Ich hab’ ihn einfach geduzt. Das war mir egal.“ Der Wachmann habe sie dann mit beiden Händen an den Schultern zurückgedrückt. „Ich bin laut geworden, habe richtig gebrüllt“, gibt die Wittstockerin zu. Eine weitere Mitarbeiterin der Behörde sei hinzugekommen und habe ihr angesichts der Situation angedroht, die Polizei zu rufen. Daraufhin habe sie sich beim Leiter des Jobcenters, Bernd Lüdemann, beschweren wollen, aber kein Gehör gefunden. Nachdem die Wittstockerin schließlich das Haus verlassen hatte, habe sie festgestellt, dass sie Druckstellen davongetragen habe, die noch eine Weile geschmerzt hätten.

Das Jobcenter will sich zu diesem Vorfall nicht äußern.

Von Björn Wagener

Mit dem Kajak können Einheimische und Gäste in den Nebelsee bei Sewekow stechen. Dort hält Hotelier Verlando Konschak die Paddelboote bereit. Zusammen mit dem Reiseveranstalter Günter Lutz bietet er Touren im Kajak an. Wer sich für eine 80 Kilometer lange Reise entscheidet, durchquert 30 verschiedene Gewässer.

07.03.2017

Menschen die auf Hilfsmittel angewiesen sind, um ihren Alltag zu bewältigen werden aus einer Neuruppiner Werkstatt mit Prothesen und Orthesen versorgt.

06.03.2017

In Wuthenow bei Neuruppin bedrohen Millionen Liter aggressiven Schlamms Wasser und Boden. Sie sind nach einem Unfall aus einem riesigen Abfalltank der Biogasanlage ausgelaufen und haben die ganze Gegend verseucht. Die Jauche lief in einen Graben, der in den Ruppiner See führt.

06.03.2017
Anzeige