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Frau stirbt bei Brand in Seniorenheim

Neuruppin Frau stirbt bei Brand in Seniorenheim

Bei dem Feuer am Freitagabend in einem Seniorenheim am Neuruppiner Sonnenufer ist eine 95-jährige Bewohnerin ums Leben gekommen. Katastrophenschützer des Deutschen Roten Kreuzes waren bis in die Nacht im Einsatz, um eine Notunterkunft für 16 Heimbewohner einzurichten.

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Allein die Neuruppiner Feuerwehr rückte mit acht Fahrzeugen an.

Quelle: Andreas Vogel

Neuruppin. Noch in der Nacht war es traurige Gewissheit: Bei dem Feuer am Freitagabend in einem Seniorenheim an der Sonnenallee in Neuruppin ist eine Bewohnerin ums Leben gekommen. Sie wurde tot in ihrem Zimmer gefunden. Es handle sich „mit hoher Wahrscheinlichkeit“ um eine 95-jährige ­Bewohnerin, teilte die Polizei am Sonntag mit. Insgesamt 19 Heimbewohner wurden evakuiert; ein Bewohner musste von der Feuerwehr gerettet werden. Drei Menschen kamen nach dem Brand ins Krankenhaus.

Das Feuer war gegen 18.30 Uhr in einem Zimmer im Obergeschoss des Hauses I der „Wohnresidenz am Sonnenufer“ ausgebrochen. Die Neuruppiner Feuerwehr, die nach Angaben der Hauptwache mit acht Fahrzeugen und 24 Rettern anrückte, bekam die Flammen zwar zügig unter Kontrolle – für die 95-Jährige kam aber jede Hilfe zu spät.

Aus einem Zimmer im Obergeschoss quoll dicker Rauch

Aus einem Zimmer im Obergeschoss quoll dicker Rauch. Dort war das Feuer ausgebrochen – aus noch ungeklärter Ursache.

Quelle: Andreas Vogel

Im Großeinsatz war nach dem Feuer die Katastrophenschutz-Einheit des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). 31 Sanitäter, ein Notfallseelsorger und ein Notarzt kümmerten sich bis in die Nachtstunden um die alten Menschen, deren Heim durch das Feuer unbewohnbar geworden ist. Insgesamt 16 evakuierte Senioren wurden in eine von der Heimleitung organisierte Notunterkunft in Neuruppin gebracht. Dabei waren insgesamt elf Fahrzeuge des Katastrophenschutzes im Einsatz. Das feuerwehrtechnische Zentrum in Kyritz stellte für die Notunterkunft Feldbetten und Decken bereit; das Team der DRK-Kleiderkammer öffnete trotz später Stunde die Türen und stattete die Senioren mit Kleidung aus.

Eine Heimbewohnerin, die ein spezielles Pflegebett benötigt, kam laut Katastrophenschutz auf Initiative des Pflegedienstes Miteinander unbürokratisch in einer betreuten Einrichtung in Dabergotz unter und wird nun vorübergehend dort versorgt.

Sanitäter kümmerten sich um die Evakuierung der Bewohner und versorgten sie

Sanitäter kümmerten sich um die Evakuierung der Bewohner und versorgten sie.

Quelle: Andreas Vogel

Die beiden Häuser der Wohnresidenz werden von Rüdiger Wölk-Wurow verwaltet. Er war für Fragen zum Ausmaß des Schadens an dem Gebäude gestern nicht zu erreichen. Die Bewohner der Residenz sind Mieter und werden in den Häusern mitten im neuen Eigenheim-Gebiet individuell und nach Bedarf rund um die Uhr von den Mitarbeitern zweier Pflegedienste betreut. Jeder Bewohner hat ein eigenes großes Zimmer, das er mit eigenen Möbeln einrichtet, und ein eigenes, behindertengerechtes Bad. Hinzu kommen Gemeinschaftsräume.

Wie es zu dem Feuer im 2013 eröffneten Haus der Residenz kam, ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Die Kripo ermittle zur Ursache, hieß es am Sonntag lediglich.

Von Juliane Becker

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