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Frauentheater mit neuem Programm

„Unverblümt“ tritt im März in Neuruppin auf Frauentheater mit neuem Programm

Das satirische Frauentheater „Unverblümt“ aus Neuruppin präsentiert im März erstmals das neue Programm „Plan B“. Wie gewohnt haben sie darin vor allem den alltäglichen Wahnsinn, aber auch politische Themen verarbeitet. Das Trio tritt mit „Plan B“ am 11. und 19. März im Restaurant Rosengarten auf. Doch nicht nur das Programm ist neu.

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Das Trio vom satirischen Frauentheater Unverblümt: Anne-Ev Hodel, Dörte Börs und Doreen Vogelei (v.l.n.r.).

Quelle: Luise Fröhlich

Neuruppin. Der Name ist Programm. Denn als das satirische Frauentheater „Unverblümt“ auf der Suche nach einem Titel für die neuen Inhalte des Kabaretts war, brauchten sie einen Plan B. „Wir haben alle einen Meisterbrief im Improvisieren“, sagt Doreen Vogelei, die als einzige aus der ganz ursprünglichen Besetzung übrig geblieben ist. Anne-Ev Hodel, Dörte Börs und Anke Lüder, die sich um die Technik kümmert, komplettieren derzeit die Frauenrunde mit der spitzen Zunge. Weil in letzter Minute also ein Name für das Programm hermusste, nannten sie es kurzerhand „Plan B“. Damit tritt „Unverblümt“ im März zweimal im Neuruppiner Restaurant Rosengarten auf.

„Eigentlich passt dieser Name auch auf jedes einzelne Stück“, verrät Dörte Börs. Im richtigen Leben arbeitet sie als Bewährungshelferin und stieß 2008 zum Frauentheater. Mittlerweile schreibt sie die Texte. „Plan B“ beinhaltet Geschichten über alltägliche Dinge, wie das Omawerden und Omasein, mit dem sich Anne-Ev Hodel seit dem vergangenen Jahr selbst bestens auskennt. Es geht außerdem um gesunde Ernährung: „Wir nehmen die Vegetarier und Frutarier mal etwas auf die Schippe“, so Hodel. Die Kabarettistinnen widmen sich allerdings auch ernsteren Themen, wie der aktuellen politischen Situation.

Neues Programm traditionell zum Frauentag

Zwei Solostücke mit den altbekannten Rollen der Freifrau von Zupp und Roswitha, stehen ebenfalls auf dem Plan. Mit Pause soll das Stück etwa zwei Stunden dauern. Anke Lüder sorgt wie gewohnt für den organisatorischen Teil, wie Bühnenbild und Tontechnik. Auch ein paar ihrer spritzigen Ideen fließen in die Texte ein.

Jedes Jahr um den Frauentag präsentieren die drei Damen ein neues Programm. Schon im vergangenen Jahr wagten sie sich an politische Themen und trugen auf der Bühne Wortgefechte über Pegida, Wutbürger, Mindestlohn und die Frauenquote aus. Außerdem warfen sie die Fontanestadt als möglichen Austragungsort für die Olympiade in die Waagschale – die billigsten Spiele, die die Welt je gesehen hat, weil die Wettkämpfe in den hiesigen Turnhallen und Sportcentern stattfinden.

Kabarett für den guten Zweck

Das neue Programm wird am 11. März um 20 Uhr und am 19. März um 16 Uhr im Rosengarten aufgeführt. Der Saal des Restaurants hat sich in den vergangenen Jahren zum Stammlokal für die Auftritte etabliert. Fest steht außerdem schon seit der Gründung des Frauentheaters 2002, dass der Erlös aus den Eintrittskarten immer einem guten Zweck zukommt. „Wir unterstützen eher die kleineren Projekte, die sonst eher nicht berücksichtigt werden“, sagt Dörte Börs.

In der Vergangenheit profitierte zum Beispiel das Frauenhaus, das Ruppiner Hospiz oder Kindergärten in der Region von den Spenden. Etwa 20 000 Euro sind in den vergangenen zehn Jahren gespendet worden, berichten die Frauen. In diesem Jahr darf das Publikum mit entscheiden, an wen das Geld geht. Nach beiden Veranstaltungen können die Zuschauer einen gemeinnützigen Verein oder eine Einrichtung auf die Eintrittskarte schreiben und sie in den Lostopf werfen. Die Kabarettistinnen werden danach ein Los ziehen, kurz darüber beraten, ob der Vorschlag geeignet ist und noch am selben Abend verkünden, an wen die Zuwendung gehen wird. „Das letzte Wort in dieser Sache wollen wir behalten“, sagt Doreen Vogelei, die im Jobcenter Neuruppin arbeitet.

Nicht hochpolitisch, sondern ganz alltäglich

Anne-Ev Hodel ist als Betreuungsassistentin im Seniorenwohnpark in Neuruppin tätig. Dort schnappt sie gelegentlich die ein oder andere Geschichte für das Kabarett auf, erzählt sie. Von Beginn an stand fest, dass es bei den Frauen auf der Bühne nicht hochpolitisch zugehen soll. Immerhin sind alle berufstätig, haben keine spezielle schauspielerische Ausbildung und erleben eher alltägliche Dinge, die sie ins Programm stopfen. „Wir hatten schon immer den Mut, uns selbst auf die Schippe zu nehmen und das macht uns aus“, so Doreen Vogelei.

Hinweis: Die Karten kosten 12 Euro und sind direkt im Rosengarten, Wichmannstraße 8, oder beim Schreibwarengeschäft Kinnigkeit, Karl-Marx-Straße 70, zu bekommen.

Von Luise Fröhlich

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