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Ostprignitz-Ruppin Freie Fahrt durch Dabergotz
Lokales Ostprignitz-Ruppin Freie Fahrt durch Dabergotz
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02:18 25.09.2016
Der Verkehr rollt wieder durch Dabergotz. Quelle: Peter Geisler
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Dabergotz

Autofahrer dürfen aufatmen: Heimlich, still und leise hat der Landesstraßenbetrieb die Ortsdurchfahrt Dabergotz der B 167 am Dienstagmittag wieder freigegeben. Seitdem müssen Kraftfahrer, die in Richtung Kyritz wollen, nicht mehr die Umleitung über Werder und Walsleben nehmen. „Es sind nur noch ein paar Restarbeiten zu machen. Dazu braucht es aber keine Vollsperrung der Straße mehr“, sagte am Donnerstag Jürgen Franke vom Landesstraßenbetrieb.

Die Ortsdurchfahrt Dabergotz war seit Mai 2015 in drei Bauabschnitten auf einer Länge von 1200 Metern saniert worden. Dabei wurden auch ein neuer Regenwasserkanal, Entwässerungsrinnen sowie ein neuer Bürgersteig gebaut. Zu Verzögerungen von etwa drei Monaten kam es durch Baufehler, die korrigiert werden mussten, sowie archäologische Begleitung. Denn ganz Dabergotz gilt als Bodendenkmal. Während der Arbeiten wurden weit mehr als 500 Funde von der Bronzezeit bis zum Mittelalter registriert. Die Gesamtkosten der Arbeiten waren mit 3,8 Millionen Euro veranschlagt. Ob dieser Etat eingehalten werden konnte, ist offen, weil die Schlussrechnung der Baufirma noch aussteht. Der Landesstraßenbetrieb rechnet damit erst für Anfang 2017.

Für die Anwohner war die Langzeit-Baustelle eine starke Belastung

Amtsdirektorin Susanne Dorn bedauerte, dass es keine offizielle Übergabe, sondern am Dienstag lediglich eine letzte Abnahme der Arbeiten gegeben hat. Immerhin hatten sich Arbeiter in den vergangenen Monaten immer mehr mit den Anwohnern zusammengerauft. „Beim ersten Bauabschnitt haben wir noch voneinander gelernt. Beim zweiten und dritten ist es dann deutlich besser gelaufen“, sagte Dorn. Die Amtsdirektorin will deshalb die ­Dabergotzer bei der Gemeindevertretung am Dienstag fragen, was sie von einem kleinen Straßenfest zur Freigabe der Ortsdurchfahrt halten.

Groß war die Freude über die Freigabe der Straße ebenfalls bei Rosemarie Schofer (66), der Wirtin des Gasthauses Paries. Schließlich können sich jetzt wieder Fernfahrer in dem Lokal stärken. Das war seit Beginn der Arbeiten im Mai 2015 nicht mehr möglich, weil seitdem die Straße gesperrt war. Zudem hatten die Bauarbeiter den privaten Parkplatz des Gasthauses in Beschlag genommen, ohne zuvor auch nur gefragt zu haben. Dieser Stress ist nun vorbei. Dennoch sind wohl die wenigsten Autofahrer ganz zufrieden, die auf der B 167 unterwegs sind. Denn in Richtung Kyritz gibt es noch eine Baustelle. Zwischen Metzelthin und Ganzer werden die Fahrbahn erneuert und ein Radweg gebaut. Der Verkehr wird deshalb über Gottberg umgeleitet. Diese Arbeiten sollen im Oktober fertig sein.

Von Andreas Vogel

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