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Ostprignitz-Ruppin Freie Fahrt durch die Innenstadt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Freie Fahrt durch die Innenstadt
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00:17 12.11.2016
Arbeiter haben gestern vor der Montessorischule den Unterbau der Fahrbahn planiert, damit das Pflaster verlegt werden kann. Quelle: Reyk Grunow
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Neuruppin

Autofahrer und viele Anwohner in der Neuruppiner Innenstadt können aufatmen: In wenigen Wochen soll eine der belastendsten Straßenbaustellen in der Fontanestadt verschwinden. In rund einem Monat soll die Friedrich-Engels-Straße wieder voll befahrbar sein. „Unser Ziel ist es, die Straße noch vor Weihnachten wieder für den Verkehr freizugeben“, sagt Robert Dziamski, der das Bauvorhaben für die Stadtwerke Neuruppin leitet.

Die Friedrich-Enges-Straße ist eine der wichtigsten Verkehrsrouten durch die Neuruppiner Innenstadt. Seit 2013 ist sie allerdings Baustelle. Mit kurzen Unterbrechungen ist die Straße seitdem für den Durchgangverkehr gesperrt. Sämtliche Fahrzeuge werden seit drei Jahren über die August-Bebel-Straße umgeleitet.

Ein beträchtlicher Teil der Fahrbahn ist bereits fertig gepflastert. Quelle: Reyk Grunow

Zurzeit laufen die Arbeiten am zweiten Bauabschnitt der Friedrich-Engels-Straße – dem Teilstück zwischen Post- und Präsidentenstraße. Dieser Bereich ist seit März 2015 Baustelle.

Bauherr ist eigentlich die Fontanestadt Neuruppin. Sie hat diese Aufgabe und damit die komplette Verantwortung für das Vorhaben aber an ihre Tochterfirma übertragen. Die Stadtwerke wären ursprünglich nur für die Leitungen in der Erde zuständig, jetzt sind sie es auch für die Straße darüber. Die Stadt hatte gehofft, dass sich die Arbeiten besser koordinieren lassen, wenn sie nur in einer Hand liegen.

Noch im Herbst werden 30 neue Bäume gepflanzt

Tatsächlich wird die neue Straße jetzt wohl einen Monat früher fertig als anfangs geplant. Lange war von einem Bauende Anfang 2017 die Rede. Dieser Termin ist längst vom Tisch, auch wenn Robert Dziamski noch nicht exakt sagen kann, an welchem Tag die Straße wieder befahrbar sein wird: „Bis Weihnachten werden wir es aber definitiv schaffen.“

Die Pflasterarbeiten an den Gehwegen und Nebenbereichen sind nahezu beendet. Zurzeit sind die Bauleute dabei, die Betonsteine für die eigentliche Fahrbahn zu verlegen; die Hälfte der Fläche ist schon geschafft. Auch die neuen Bushaltestellen stehen bereits. Noch im Herbst werden zudem etwa 30 Kugelahornbäume gepflanzt. Sie ersetzen die alten Bäume, die zu Beginn der Bauarbeiten zum Entsetzen etlicher Neuruppiner gefällt worden waren.

2017 gehen die Arbeiten entlang des Braschplatzes weiter

Mit der Freigabe wäre die Friedrich-Engels-Straße zwischen Präsidenten- und Virchowstraße fertig ausgebaut. Die beiden Enden fehlen allerdings noch. Voraussichtlich im März 2017 sollen die Arbeiten am Braschplatz zwischen Rudolf-Breitscheid- und Präsidentenstraße weitergehen, heißt es dazu aus dem Rathaus. Planmäßig soll dieses Teilstück 2018 fertig werden. Der Abschnitt von Virchow- bis Steinstraße ist für 2020/21 vorgesehen.

Schon jetzt ist klar, dass der Ausbau deutlich teurer wird als ursprünglich angenommen. Die Stadtverwaltung hatte die Baukosten anfangs auf 2,7 Millionen Euro für die gesamte Straße geschätzt. Doch allein für den Teil zwischen Virchow- und Präsidentenstraße wurden laut Baudezernat schon 2,9 Millionen Euro fällig. Die Arbeiten in den Jahren 2018 bis 2021 sind noch nicht mitgerechnet.

„Erst nach der Gesamtfertigstellung der Maßnahme und Rechnungslegung ist eine Aussage zu den Kosten möglich“, sagt Neuruppins Stadtsprecherin Michaela Ott. „Es wird jedoch nicht davon ausgegangen, dass die Gesamtkosten der Maßnahme unter den geschätzten Kosten liegen werden.“

Von Reyk Grunow

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