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Freie Fahrt nach einem Jahr

Neuruppin Freie Fahrt nach einem Jahr

Seit Freitag ist die Friedrich-Engels-Straße in Neuruppin wieder befahrbar. Ein Jahr hat der Umbau des dritten Teilstücks gedauert. 2013 hatte der Ausbau der Straße rund 900 Meter langen begonnen, erst 2021 soll er abgeschlossen sein.

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Baudezernent Arne Krohn (3.v.l.), Bürgermeister Jens-Peter Golde (rechts daneben) und Stadtwerkechef Joachim Zindler (2.v.r.) räumte Absperrgitter an der Zufahrt zur Friedrich-Engels-Straße mit weg.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Bürgermeister Jens-Peter Golde, Joachim Zindler von den Stadtwerken und die Chefs der Baufirmen konnten das Band gar nicht schnell genug durchschneiden, das sie am Freitagvormittag symbolträchtig über die Neuruppiner Friedrich-Engels-Straße gespannt hatten. Eine Minute vorher hatten sie die Bauzäune weggeräumt, die an der Präsidentenstraße die Zufahrt versperrten. Als Golde schließlich die Schere für den offiziellen Schnitt zur Freigabe der Straße ansetzte, warteten schon mehrere Autofahrer ungeduldig, dass sie über das neue Pflaster fahren können. Seit am Freitag ist das möglich: Nach gut einem Jahr Bauzeit ist auch das dritte Teilstück der Neuruppiner Friedrich-Engels-Straße fertig.

Seit 2013 ist die Stadt Neuruppin nun schon dabei, die Friedrich-Engels-Straße zu erneuern. Etwa 550 der knapp 900 Meter sind inzwischen geschafft. Die Arbeiten für den dritten, rund 260 Meter langen Abschnitt zwischen Post- und Präsidentenstraßen hatten im vergangenen Oktober begonnen. Eigentlich sollten sie bis Anfang 2017 dauern – jetzt konnte die Baustelle doch schon früher übergeben werden.

Der 260 Meter lange Abschnitt kostet 1,36 Millionen Euro

Etwa 1,36 Millionen Euro hat das Teilstück gekostet, sagt Bürgermeister Jens-Peter Golde. Bei einer gepflasterten Fläche von rund 4200 Quadratmetern entspricht das 328 Euro pro Quadratmeter. „Damit sind wir gut im Schnitt normaler Baumaßnahmen geblieben“, sagt Golde – obwohl die Friedrich-Engels-Straße im Sanierungsgebiet mit besonderen Auflagen liegt.

Auch wenn es sich um eine städtische Straße handelt, hatte Neuruppin die Bauarbeiten nicht selbst vorangetrieben. Vielmehr hatte sie den Stadtwerken die Rolle des Bauherren für diesen Straßenabschnitt übertragen. Der Energieversorger musste ohnehin sämtliche Leitungen im Boden erneuern. Warum sollte er sich da nicht auch darum kümmern, dass nach den Tiefbauarbeiten eine ordentliche Fahrbahn samt Gehwegen und Nebenanlagen gebaut werden?

Das Konzept hatte sich schon an anderer Stelle bewährt. „Aber das war hier das erste Mal in der Innenstadt, dass die Stadtwerke alles in einer Hand hatten“, sagte Baudezernent Arne Krohn. Für Stadtwerke-Geschäftsführer Joachim Zindler ist das ein gutes Modell: „Ich hoffe natürlich, dass wir darauf aufsatteln können.“

Im Herbst 2017 soll weitergebaut werden

Gelegenheit dazu könnte es schon im kommenden Jahr geben. Anders als Baudezernent Krohn vor wenigen Tagen irrtümlich mitteilte, soll die Friedrich-Engels-Straße doch schon 2017 weitergebaut werden. Voraussichtlich im Herbst des nächsten Jahres werden die Arbeiten am nächsten Abschnitt zwischen Präsidenten- und Rudolf-Breitscheid-Straße beginnen. Von 2020 bis Ende 2021 soll das letzte Teilstück zwischen Virchow- und Steinstraße fertiggestellt werden.

Wichtigste Straßenbaustelle in der Innenstadt wird im kommenden Jahr aber wohl die Schinkelstraße; die Stadt will sie zwischen Karl-Marx- und August-Bebel-Straße erneuern lassen (die MAZ berichtete).

Auch die Präsidentenstraße ist wieder befahrbar

Mit der Straßenübergabe am Freitag halten auch die Busse der Stadtlinien 770 und 771 künftig wieder am Karl-Kurzbach-Platz, teilte die Busgesellschaft ORP mit.

Wieder befahrbar ist ab dem Wochenende noch eine weitere Straße. Die Stadtwerke konnten die Arbeiten an der Fernwärmeleitung in der Präsidentenstraße nun doch schneller beenden als zuletzt befürchtet. Der Abschnitt zwischen B 167 und Rosa-Luxemburg-Straße soll wieder in beide Richtungen frei sein. Wegen einiger Restarbeiten kann es dort in den nächsten Tagen allerdings noch zu kurzen Behinderungen kommen, sagt Bauleiter Frank Bialas.

Von Reyk Grunow

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