Volltextsuche über das Angebot:

0 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Freie-Heide-Schild überklebt

Kyritz Freie-Heide-Schild überklebt

Nicht nur Ortsschilder sind in der vergangenen Woche im Landkreis Ostprignitz-Ruppin mit fremdenfeindlichen Plakaten überklebt worden. In Kyritz traf es auch ein Freie-Heide-Schild. Die Besitzerin des Schildes erstattete nun am Mittwoch Anzeige bei der Polizei.

Voriger Artikel
Trickdiebe haben es auf Geldbörsen abgesehen
Nächster Artikel
Pläne für ein Grünes Labyrinth

Das Plakat gegen Flüchtlinge ließ sich entfernen.

Quelle: Privat

Kyritz. Ende voriger Woche wurden zahlreiche Ortseingangsschilder im Westen und Norden Brandenburgs über Nacht mit 40 mal 60 Zentimeter großen, fremdenfeindlichen Plakaten überklebt. In schwarzer Schrift auf gelbem Grund gedruckt stand darauf zu lesen: „Bitte flüchten Sie weiter. Es gibt hier nichts zu wohnen. Refuguees not welcome“. Zu Deutsch: Flüchtlinge nicht willkommen. Auch Aufkleber komplett in englischer Sprache, auf denen Flüchtlinge aufgefordert werden, ihre Familien nach Hause zu bringen – Richtung Afrika – tauchten auf.

Die Kyritzerin Kornelia Diekers-Conraths entdeckte kürzlich ersteres Modell und erstattete am Mittwoch dieser Woche nun Anzeige bei der Polizei wegen Sachbeschädigung. „Das Plakat klebte auf einem Freie-Heide-Schild am Kyritzer Ortseingang an der Perleberger Straße.“ Zur Polizei ging sie vor allem, weil das Schild ihres ist beziehungsweise auf ihre Initiative hin einst aufgestellt wurde. Weil es von dem Aufkleber jedoch nicht beschädigt wurde, konnte die Polizei lediglich eine Ordnungswidrigkeit aufnehmen.

Eine konzertierte Aktion

Landesweit zählte die Polizei weit über 100 solcher Plakate. Sie machte als Schwerpunkt der offenbar gut vorbereiteten und konzertierten Aktion Potsdam und Potsdam-Mittelmark aus, aber auch im Havelland, der Prignitz und eben in Ostprignitz-Ruppin wurden mehrere Ortstafeln verunstaltet.

Der MAZ hatte Markus Klein vom Mobilen Beratungsteam, das Kommunen im Kampf gegen Rechtsextremismus berät, erklärt, dass es nicht das erste Mal ist, dass in Brandenburg so etwas vorkommt. „Diese Aktionsformen sind nicht unüblich“, sagte er: „Freie Kameradschaften haben schon öfter Ortsschilder überklebt. Es gab auch schon ähnlich gelagerte Anschläge auf Wahlplakate.“ Die gelben Aufkleber mit dem Spruch „Bitte flüchten Sie weiter“ seien zudem beliebte Artikel in rechtsextremen Online-Shops. Dass es in Kyritz ein Heide-Schild traf, ist dabei eher ungewöhnlich. Von anderen oder weiteren überklebten Schildern in der Knatterstadt wurde bislang nichts bekannt.

Von Matthias Anke

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Ostprignitz-Ruppin

Die olympischen Spiele werden künftig nicht mehr bei ARD und ZDF übertragen - eine gute Entscheidung?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg