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Ostprignitz-Ruppin Freispruch für Rentner nach tödlichem Unfall
Lokales Ostprignitz-Ruppin Freispruch für Rentner nach tödlichem Unfall
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00:48 22.08.2014
Das Neuruppiner Amtsgericht sprach den 84-jährigen Unfallverursacher frei. Quelle: Uli Deck
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Neuruppin

Heinz M. hatte am 4. März vergangenen Jahres in Neuruppin einen Unfall verursacht. Er war mit seinem Wagen aus der Scholtenstraße in Neuruppin gekommen und wollte links auf die Fehrbelliner Straße abbiegen. Es war Berufsverkehr. Die Autos stauten sich stadteinwärts bis hinter die Scholtenstraße. An deren Einmündung hatten die Verkehrsteilnehmer eine Lücke gelassen. In diese fuhr Heinz M. hinein, um sich dann weiter nach vorne zu tasten, das alles mit einer Geschwindigkeit von knapp zehn Kilometer pro Stunde.

Zusammenstoß mit dem Gegenverkehr

Sein Wagen prallte dabei mit einem stadtauswärts fahrenden Auto zusammen, das laut einem Gutachten der Verteidigung mit etwa 58 Stundenkilometern unterwegs war, zunächst weiterfuhr und nach etwa 20 Metern von der Fahrbahn abkam und an einem Baum landete - mit einer Aufprallgeschwindigkeit von 38 Stundenkilometern. Dieser Aufprall hätte vermieden werden können, wenn der Fahrer gebremst hätte, zitierte Verteidiger Jan Wellßow-Gollan aus dem Sachverständigengutachten.

70-Jährige stirbt an Nierenversagen nach dem Unfall

Die 70-jährige Beifahrerin erlitt unter anderem Rippenbrüche, wodurch ihre Lunge kollabierte. Am 26. März 2013 verstarb die Frau. Ob die Unfallverletzungen zum Tod geführt haben, konnte Rechtsmediziner Hartmut Fischer nicht eindeutig klären. "Es ist ein zweischneidiges Schwert", sagte er am Dienstag. Denn die Rentnerin war gesundheitlich bereits vor dem Unfall sehr stark beeinträchtigt. Sie litt unter anderem an Herzinsuffizienz und Nierenschwäche. Letztlich starb sie an Nierenversagen. Die Unfallverletzungen waren wohl Auslöser des Todes - wie sehr, diesen Beweis konnte der Rechtsmediziner jedoch nicht liefern. Für eine Verurteilung hätten die Verletzungen so schwerwiegend sein müssen, dass sie allein zum Tod geführt haben.

Augenzeugen hatten zudem ausgesagt, dass der Angeklagte langsam gefahren sei. "Es spricht vieles dafür, dass er sich in die Kreuzung getastet hat", sagte der Vorsitzende Richter Gerhard Pries. Es tue ihm unendlich leid, dass ein Mensch zu Tode gekommen sei, ließ der Angeklagte über seinen Verteidiger ausrichten.

Unfallverursacher will nie wieder mit dem Auto fahren

Heinz M. hatte die 70-Jährige nach eigenen Angaben mehrfach im Krankenhaus besucht. Den Führerschein hat er seit 1950 und ist laut seinem Verteidiger unfallfrei gefahren - bis zu jenem Tag. Seit dem Zusammenstoß fährt Heinz M. nicht mehr Auto. "Ich will es auch nicht mehr - altersbedingt", sagte der Witwer vor Gericht. Kurzzeitig habe er noch überlegt, sich ein neues Auto zu kaufen, das aber auch aus finanziellen Gründen schnell wieder verworfen. Jetzt fährt er stattdessen Fahrrad.

Von Dagmar Simons

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