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Ostprignitz-Ruppin Fretzdorfer hatte Pech nach nur 13 Kilometern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fretzdorfer hatte Pech nach nur 13 Kilometern
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00:18 05.06.2016
Uwe Lehmann an seinem kaputten Rennrad. Quelle: Björn Wagener
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Fretzdorf/Neubrandenburg

Es war nicht sein Tag: Die 300 Kilometer lange Mecklenburger Seen-Rundfahrt hätte für Uwe Lehmann aus Fretzdorf schon nach 13 Kilometern zu Ende sein können. Denn da gab die Schaltung seines Rennrades den Geist auf. Es geschah auf einer Steigung bei Burg Stargard. „Ich muss mich wohl verschaltet haben. Es hat zweimal geknackt. Dann gab es einen Ruck, und schon war die Schaltung ins Hinterrad geknallt.“ Dabei hatte er noch Glück, dass er nicht stürzte. Sein Rad aber hatte Totalschaden. „Da kommen einem die Tränen vor Wut – nach monatelanger Vorbereitung passiert sowas!“ Es blieb nur eines: Uwe Lehmann musste auf sein Ersatzrad umsteigen. Das hatte er zuvor aber nur ein-, zweimal ausprobiert und befunden: „Der Sattel ist Mist, aber es ist ja nur ein Reserverad.“ Dass es tatsächlich unter seinem Hintern landen würde, hielt Lehmann für nahezu ausgeschlossen. „Man geht ja nicht vom Schlimmsten aus.“

Auf der Strecke gab es dann keine Alternative: 287 Kilometer mussten mit dem Reserverad abgespult werden. „Es ging ungefähr 128 Kilometer lang ganz gut – bis Röbel. Da hat man gemerkt: Mit dem Hintern, das wird ernst.“ Hinzu kam die Müdigkeit. Deshalb habe er sich dann an Fahrer-Gruppen „herangehängt“, um in ihrem Windschatten etwas Kraft zu sparen. Trotz allem seien mit dem Ersatzrad durchschnittlich fünf Stundenkilometer weniger drin gewesen als mit dem eigentlichen Rad. „Mal kurz hinstellen, dann ging es wieder zehn Kilometer.“ So hielt der Fretzdorfer durch bis ins Ziel. Seine anvisierte Zeit von unter 15 Stunden war aber nicht zu halten. Am Ende brauchte er rund 17 Stunden – von 20.10 Uhr bis 13.05 Uhr..

Uwe Lehmann war am Abend des 27. Mai vom Kulturpark in Neubrandenburg aus gestartet, der auch das Ziel war. Das Nachtfahren mit der starken LED-Beleuchtung empfand er als beeindruckend. Die Strecke sei bestens ausgeschildert gewesen. „Die Organisation war top.“ Begleitet wurde der Fretzdorfer in der Nacht von Marko Siegmann, der im Auto Ersatzteile und das Ersatzrad dabei hatte, und am Tage von seinen Eltern.

Trotz der Strapazen würde Uwe Lehmann die Sache gern noch einmal angehen. Schließlich ist das selbst gesteckte Ziel, unter 15 Stunden zu bleiben, noch unerreicht.

Von Björn Wagener

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