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Freunde des Kyritzer Platt feiern 25-Jähriges

Dreetz Freunde des Kyritzer Platt feiern 25-Jähriges

Die Anhänger der niederdeutschen Mundart aus der Hansestadt Kyritz begingen Mitte September den 25. Geburtstag ihrer Gruppe. Zu den Gratulanten zählten auch Freunde der Mundart aus Havelberg, Großderschau und Dreetz.

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Zu den Gratulanten gehörten auch Gäste aus Havelberg, Großderschau und Dreetz. Gabriele Ellfeldt, Vorsitzende des Freundeskreises (l.), nahm am Mittwoch viele Glückwünsche entgegen.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Dreetz. Feucht-fröhlich – so war sie, die Jubiläumsfeier des Freundeskreises der Kyritzer Plattdüütschen am Mittwochnachmittag im Arboretum Dreetz. Die Anhänger der niederdeutschen Mundart aus der Hansestadt begingen bei strömendem Regen, ruppigem Wind und versöhnendem Sonnenschein den 25. Geburtstag ihrer Gruppe. Dabei wurde nicht nur einmal an ihre Begründer erinnert. Mit Liedern, kleinen Geschichten und Gedichten taten das natürlich die Kyritzer selbst, aber auch die Gäste aus Havelberg, Großderschau und Dreetz. Besondere Erwähnung fanden dabei Heinz Müller aus Stüdenitz, Ernst Stadtkus aus Rehfeld und Fritz Neye, letzterer ein Großderschauer, den es der Liebe wegen nach Kyritz gezogen hatte und der sich hier schon bald dem hiesigen Freundeskreis anschloss. Was der damalige Weggang für die Havelländer bedeutet haben musste, brachte Helga Klein vom dortigen Mundartzirkel zum Ausdruck als sie ein Buch und Blumen als Geschenk übergab: „Das Beste haben wir Euch schon gegeben: unseren Fritz“. Neye wurde in Kyritz schließlich der Nachfolger von Heinz Müller, dem Vorsitzenden seit 1993, und blieb es über viele Jahre. „Platt hat mir bis zum heutigen Tage nicht nur Freude bereitet, sondern immer auch Kraft gegeben“, rief der Senior den 80 Gästen der Feier zu, um sie dann in mehreren kurzen Programmpunkten, so wie Annemarie Ostermeier und Helga Post, up Platt zu unterhalten.

Die Chöre aus Kyritz und Havelberg sangen auch gemeinsam, was zu einer gelungenen Jubiläumsfeier im Dreetzer Arboretum beitrug

Die Chöre aus Kyritz und Havelberg sangen auch gemeinsam, was zu einer gelungenen Jubiläumsfeier im Dreetzer Arboretum beitrug.

Quelle: Wolfgang Hörmann

Das gelang in Abwechslung mit den Darbietungen der Plattdüütschen Singegruppe vom Heimatverein Havelberg, Freunden aus Großderschau und dem Dreetzer Chor unter Leitung von Inge Taschenberger. Die Kyritzer Sängerinnen und Sänger des Freundeskreises mit Hermann Trilck am Akkordeon hatten ebenfalls einen weiteren Auftritt. Ihr „Dat du min Leevsten bist“, eines der bekanntesten Liebeslieder in der Sprache von Fritz Reuter: Rudolf Tarnow und Ernst Stadtkus sangen sie gemeinsam mit den Havelbergern. Es gehörte zu den Höhepunkten des Nachmittags. Der machte augenscheinlich auch der Kyritzer Bürgermeisterin Spaß. Nora Görke kam zwar etwas verspätet, dafür aber mit herzlichen und würdigenden Worten sowie einem Kuvert – sie nannte es „Flachgeschenk“ – mit Inhalt für die Frauen und Männer, die ihre niederdeutsche Mundart mögen. Fast zwei Stunden vergingen bei bester Stimmung bis zum abschließenden gemeinsamen Kaffeetrinken. Die Tafel gedeckt hatten all jene, die es am Ende auch verzehrten.

Von Wolfgang Hörmann

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