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Ostprignitz-Ruppin Freyenstein: Neues Leben in alten Mauern
Lokales Ostprignitz-Ruppin Freyenstein: Neues Leben in alten Mauern
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02:17 18.11.2015
Blick auf das 450 Jahre alte Schloss in Freyenstein: Auch die Wege wurden neu angelegt. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Ab Dienstag um 10 Uhr beginnt für die Bibliothek in Freyenstein eine neue Zeitrechnung. Denn dann wird sie ihren Betrieb im zweiten Obergeschoss des Schlosses aufnehmen. Der Umzug, der die gesamte vergangene Woche in Anspruch nahm, ist nahezu abgeschlossen. Der frisch sanierte Hauptraum präsentiert sich historisch und gleichzeitig modern. Die Bücher und anderen Medien sind bereits eingeräumt. Im angrenzenden kleinen Turmzimmer steht Literatur speziell zum Thema „Mittelalter/Archäologie“ bereit. Es gibt zwei Lesearbeitsplätze, wovon einer über einen Internet-Anschluss verfügt.

Die Bibliotheksleiterin Christine Neumann nutzte den Umzug von der ehemaligen Schule ins Schloss, um den Bestand „ganz kritisch unter die Lupe zu nehmen“. Ergebnis: Rund 1000 verschlissene, unbrauchbare Stücke seien aussortiert worden. Christine Neumann ist froh, dass mittlerweile alles wieder an seinem Platz steht. Der neue Ort bietet ein sehenswertes Ambiente, hat aber auch einen kleinen Wermutstropfen – wenn auch nur temporär: Es müssen vorerst etliche Treppenstufen bis nach ganz oben überwunden werden. Denn der Fahrstuhl wird voraussichtlich erst im Sommer 2016 eingebaut. Es gibt rund 110 eingetragene Bibliotheksnutzer. Eine 92-jährige Frau sei die älteste regelmäßige Besucherin. „Gerade für Senioren ist der Weg beschwerlich“, sagt die Leiterin. Doch das ist zunächst unumgänglich.

Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler im Gespräch mit der Bibliotheksleiterin Christine Neumann. Quelle: Björn Wagener

Gleichzeitig mit der Bibliothek zog auch der Empfangsraum für die Besucher des Archäologischen Parks ins Schloss, allerdings ins Erdgeschoss. Damit kommt nun endlich wieder Leben in das eindrucksvolle Gebäude, das seit Jahren nur von Handwerkern bevölkert wurde. Rund 2,7 Millionen Euro sind in die Sanierung geflossen; inklusive der statischen Sicherung sogar 3,5 Millionen, berichtet der Bauamtsleiter Friedhelm Kanzler. Der Großteil des Geldes sei aus verschiedenen Fördertöpfen gekommen. Angesichts des Ergebnisses ist er nun auch stolz, dass das Projekt so umgesetzt werden konnte.

Im Keller entstanden moderne Toiletten, die in Kastenbauweise in das Gewölbe eingesetzt wurden. Es gibt auch eine großzügige Behinderten-Toilette. Neben der Tourist-Information und dem Büro für den Archäologischen Park befindet sich im Erdgeschoss die große Hofstube mit neuem Dielenboden sowie Säulen und Stuck-Verzierungen, die teils erneuert, teils erhalten wurden. Dort ist nun Platz für Veranstaltungen, Seminare oder Versammlungen. Ab 2017 könnten dort auch Trauungen stattfinden. „Das wird sich nach dem Bedarf richten“, so Kanzler.

Die große Hofstube soll künftig für Veranstaltungen und Seminare genutzt werden. Quelle: Björn Wagener

Das Foyer mit Treppenhaus wurde ebenfalls erneuert – und natürlich die Räume für die Bibliothek. Im Dachgeschoss befindet sich jetzt die Gasheizungsanlage. Fenster wurden erneuert oder aufgearbeitet, die Außenmauern ausgebessert und auch das hintere Eingangsportal präsentiert sich jetzt eindrucksvoll. Draußen wurde ein neues Wegesystem angelegt. Planung und Bau erstreckten sich von 2010 bis 2015.

Trotz des hohen Sanierungsaufwandes sind noch etliche Räume unangetastet. Dazu gehören ein Kellerraum mit einem Gewölbe; Nebenräume, die an die Bibliothek grenzen und vor allem das gesamte erste Obergeschoss. Auf bis zu 200 000 Euro schätzt Friedhelm Kanzler den Investitionsbedarf allein für das Obergeschoss. Daran wird aber derzeit nicht gedacht. Vielmehr wird bereits auf die offizielle Einweihung des Schlosses hingearbeitet. Sie soll am 4. März 2016 stattfinden.

Von Björn Wagener

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