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Ostprignitz-Ruppin Freyenstein: Nur die Fleischerei bleibt
Lokales Ostprignitz-Ruppin Freyenstein: Nur die Fleischerei bleibt
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00:18 20.03.2016
Kerstin Huth-Batschkowski (l.) holt bei Verkäuferin Petra Bärfacker von der Tetschendorfer Landfleischerei ihre Bestellung ab. Quelle: Björn Wagener
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Freyenstein

Das „Fruchtkörbchen“ in der Freyensteiner Marktstraße schließt demnächst. Wann es genau so weit sein wird, darüber will Betreiberin Gudrun Schade nicht sprechen. Nur so viel: Es werde noch im ersten Halbjahr 2016 so weit sein. Diesen Schritt vollziehe sie allein aus Altersgründen. Viel Aufhebens wolle sie nicht darum machen. „Ich habe das Geschäft all die Jahre bescheiden geführt, und so will ich es auch zu Ende bringen.“ Wenn es an der Zeit ist, würden die Kunden entsprechend informiert.

Damit verliert Freyenstein in absehbarer Zeit ein weiteres Geschäft, in dem Dinge des täglichen Bedarfs zu haben sind. Bereits vor rund einem Jahr schloss der Center-Kauf am Marktplatz seine Pforten. Noch stehen die ehemaligen Ladenräume leer. Über die Nachnutzung ist noch nicht entschieden. Nur wenige Meter davon entfernt befindet sich die Freyensteiner Außenstelle der Tetschendorfer Landfleischerei. Sie wird die einzig verbliebene Einkaufsmöglichkeit im Ort sein, wenn das „Fruchtkörbchen“ nicht mehr da ist.

Verlust von zwei Geschäften in kurzer Zeit

Dass Freyenstein in kurzer Zeit gleich zwei Geschäfte verliert, trifft die Einwohner. „Was soll ich sagen, das ist natürlich Mist. Das ärgert viele hier“, sagt Kerstin Huth-Batschkowski, die zumeist in Meyenburg einkaufe. Gleichzeitig ist sie aber froh, dass zumindest die Landfleischerei noch da ist. Gerade lässt sich die Kundin ihre Bestellung von Verkäuferin Petra Bärfacker über die Theke reichen. Beide Frauen kennen sich schon länger, halten noch einen kleinen Schnack. Als es den Center-Kauf noch gab, seien Kunden von dort oft auch in die Fleischerei herüber gekommen. „Da standen ja immer viele Autos. Gucken Sie sich das heute mal an“, sagt Petra Bärfacker mit Blick auf den leeren Marktplatz. Der Center-Kauf sei keine Konkurrenz gewesen. Vielmehr hätten beide Geschäfte voneinander profitiert, findet die Verkäuferin. Jetzt aber seien noch weniger Kunden im Ort unterwegs, weil sie sich fast alles aus dem 18 Kilometer entfernten Wittstock oder aus Meyenburg mitbringen, das rund acht Kilometer weit weg liegt. Seit der Laden am Markt geschlossen ist, hat sich die Landfleischerei darauf eingestellt und ihr Angebot erweitert. Dort gibt es längst nicht mehr nur Fleisch und Wurst, sondern auch all die kleinen Dinge, die im Haushalt ab und an aufgefüllt werden müssen – Kartoffeln, Zucker, Konserven, Pudding, Kaffee, Marmelade, Nudeln, Milch, Sahne, Brot und Brötchen. Die Fleischerei ist inzwischen beinahe ein kleiner Tante-Emma-Laden. „Vor allem Milchprodukte gehen sehr gut“, sagt Petra Bärfacker. Es gibt vieles, aber manchmal muss sie auch passen. Soeben fragte eine Kundin telefonisch nach Waschmittel. Damit aber kann sie nicht dienen. „Wir haben viel, außer Pril“, scherzt Kundin Kerstin Huth-Batschkowski, als sie von der Nachfrage hört.

Vielleicht aber kann Petra Bärfacker künftig solche und ähnliche Kundenwünsche erfüllen. Denn das über Fleisch und Wurst hinausgehende Angebot im Laden soll demnächst noch erweitert werden. Das bestätigt Geschäftsführer Frank Mücke. Was aber speziell dazukommen wird, wisse er noch nicht.

Von Björn Wagener

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