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Friedhof soll zum Erlebnisraum werden

Friedhofsneugestaltung in Berlinchen Friedhof soll zum Erlebnisraum werden

Wie ein idyllischer Park, der zum Verweilen einlädt, soll der Friedhof in Berlinchen nach Entwürfen des Landschaftsplaners Steffen Jander bald einmal aussehen. Dank seiner und der ehrenamtlichen Hilfe anderer Dorfbewohner nimmt das Projekt seit vergangenem Jahr konkrete Züge an, wie Jander auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirats berichtete.

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In der Mitte des Friedhofs entstehen die Urnenanlagen.

Quelle: Steffen Jander

Berlinchen. An die zwei Jahre tüftelt Steffen Jander bereits an der Neugestaltung des Friedhofs in Berlinchen. Im vergangenen Jahr hat der seit 2012 im Dorf lebende Landschaftsplaner den Berlinchenern dann einen ersten Entwurf präsentiert. Seitdem ist auch dank der Hilfe der Dorfbewohner einiges passiert, wie Jander auf der Ortsbeiratssitzung am vergangenen Montag berichtete.

Steffen Jander erklärte seine Pläne den Berlinchenern

Steffen Jander erklärte seine Pläne den Berlinchenern.

Quelle: Christian Bark

„In Arbeitseinsätzen haben wir bereits das Wäldchen durchforstet“, sagte er. Dort soll seinen Plänen nach später einmal eine friedwaldähnliche Fläche entstehen. „Mit Laubbäumen“, betonte Jander. Die seien als Schattenspender dringend notwendig für die Neugestaltung. Das herabfallende Laub könne auf dem Boden verfaulen und so im kargen Kiesboden wieder Mikroorganismen hervorbringen. „Der Friedhof wurde bislang spöttisch ’Texas’ genannt“, erklärte Jander. Das soll sich seinen Plänen nach, die, wie er bekräftigte, noch längst nicht endgültig seien und auf die Beteiligung der Berlinchener abzielten, ändern. „Das Gelände ist dann nicht länger eine bloße Ablagefläche für Tote“, sagte der Planer, „sondern ein Erlebnisraum, der zum Verweilen einlädt“.

Die Urnengräber sollen in Kreisform angeordnet sein

Die Urnengräber sollen in Kreisform angeordnet sein. Vier der sechs Grabsegmente sollen als Wahlurnengrab zur Verfügung stehen.

Quelle: Steffen Jander

Anstoß für seinen Entwurf sei die städtische Vorgabe für alternative Bestattungsmethoden gewesen. Das spiegle sich in der Dreieraufteilung des Friedhofs wider, die eine Fläche für Erd-, eine für Urnen- und eine für Waldbestattungen vorsehe. Die Urnengräber wären demnach in Sechsersegmenten in einem Kreis angeordnet. „Vier Gräber sind dann Urnenwahlgräber, der Rest steht für Ruhegemeinschaften bereit“, so Jander.

Bei den Berlinchenern waren die Entwürfe auf Wohlwollen gestoßen. Auch Ortsvorsteherin Dorit Kohsow lobte den ehrenamtlichen Einsatz Janders und anderer Einwohner für die Friedhofsumgestaltung. Erste Flächenmarkierungen sollen mit Hilfe vieler Freiwilliger Ende Mai mit Palisaden abgesteckt werden, so die Ankündigung Janders.

Von Christian Bark

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