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Ostprignitz-Ruppin Friedhofsgebühr soll um 30 Prozent steigen
Lokales Ostprignitz-Ruppin Friedhofsgebühr soll um 30 Prozent steigen
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00:44 02.03.2018
Für die Nutzung ihrer Friedhöfe will die Stadt höhere Gebühren erheben. Quelle: Celina Aniol
Rheinsberg

Die Gebühren für Gräber, Urnen und die Nutzung der Trauerhalle könnten in Rheinsberg demnächst drastisch steigen. Die Verwaltung schlägt eine Anhebung von im Schnitt 30 Prozent vor.

800 Euro mehr für ein Doppelgrab

Die Gebühr für die Nutzung eines Einzelgrabs soll von 1157 Euro auf 1500 Euro steigen. Wenn die Stadt das bestehende Defizit der vergangenen Jahre in Rechnung stellen würde, müsste die Grabstätte 3041 Euro kosten.

Für ein Doppelgrab sollen Rheinsberger statt der bisher fälligen 2696 Euro künftig 3495 Euro bezahlen. Mit Defizit wären es 7087 Euro.

Ein Urnengrab soll nicht mehr wie bisher 486 Euro, sondern 630 Euro kosten. Mit Defizit wären es 1277 Euro.

Für die anonyme Urnenbestattung fallen derzeit 115 Euro und künftig 150 Euro an. Mit Defizit wären es 304 Euro.

Wer die Trauerhalle nutzen will, muss jetzt 121 Euro an die Stadt entrichten. Damit die Kosten gedeckt sind, müssten es aber 185 Euro sein. Mit Defizit wären es 635 Euro.

Im Bauausschuss am Montagabend stieß das allerdings auf wenig Verständnis. „Das kann ich keinem verkaufen“, kommentierte CDU-Stadtvertreter Walter Luy den Vorstoß. Zumal die Menschen, die es meistens betrifft, oft nur über eine kleine Rente verfügen. Er halte die Erhöhung für „ein starkes Stück“, so Christian Halbeck (SPD). Er sei über den Vorschlag aus dem Rathaus umso erstaunter, als dass der neue Bürgermeister Frank-Rudi Schwochow zuvor als Stadtvertreter ein großer Kritiker der Rheinsberger Friedhofsgebühren war.

Gebühr wird angehoben, damit kein neues Defizit entsteht

Tatsächlich opponierte der BVB/Freie Wähler-Mann immer wieder gegen die Kalkulationen der Verwaltung – und er tut es immer noch. „Man müsste die Satzung vollkommen neu stricken“, sagt der seit Januar amtierende Verwaltungschef. „Aber ich kann die Zahlen, die jetzt da sind, nicht einfach ändern.“ Denn die neuen Gebühren basieren auf einem Kassensturz: Das Rathaus hat geschaut, welche Kosten 2015 und 2016 durch die Unterhaltung der Friedhöfe tatsächlich aufgelaufen sind und wie hoch die Einnahmen in diesem Zeitraum waren. Dabei wurde festgestellt, dass dabei ein Minus entstanden ist. Nun sollen die Gebühren angehoben werden, damit kein neues Minus entsteht.

Stadt begleicht bestehendes Minus aus der eigenen Kasse

Immerhin verzichtet die Stadt darauf, den Friedhofsnutzern das Defizit der vergangenen Jahre in Rechnung zu stellen. Denn dadurch wäre eine Erhöhung der Gebühren um 170 Prozent entstanden. „Das kann man niemanden zumuten.“ Dieser Betrag soll stattdessen aus der Stadtkasse begleich werden.

Dass ihm für die hohen Gebühren jetzt der Schwarze Peter zugeschoben wird, findet Schwochow falsch. Schließlich habe sein Vorgänger Jan-Pieter Rau nicht kostendeckend kalkuliert – und es gewusst. Denn die Neukalkulation sei im September fertig gewesen, wurde aber niemandem präsentiert. Die Stadtvertreter sollten nun im März über sie abstimmen. Der Bauausschuss will aber, dass auch Ortsbeiräte dazu beraten. Bei der letzten Abstimmung unter Rau haben diese die damals geplante Gebührendsteigerung mehrheitlich abgelehnt. Die Stadtvertreter beschlossen die Erhöhung trotzdem.

Von Celina Aniol

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