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Friedrich-Engels-Straße wird freigegeben

Neuruppin Friedrich-Engels-Straße wird freigegeben

Erleichterung für viele Autofahrer: Noch in dieser Woche soll die Friedrich-Engels-Straße in Neuruppin wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die Bauarbeiten zwischen Post- und Präsidentenstraße sind beendet. Autofahrer müssen sich mit der Freigabe der Straße an neue Vorfahrtsregelungen gewöhnen.

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Die Bäume sind gepflanzt, Bushaltestellen aufgebaut, erste Absperrgitter weggeräumt. Die Arbeiten in der Friedrich-Engels-Straße sind so gut wie beendet – vorerst.

Quelle: Peter Geisler

Neuruppin. Eine der schwierigsten Baustellen in der Neuruppiner Innenstadt verschwindet – und das noch schneller als zuletzt schon angekündigt. Voraussichtlich am Freitag soll die Friedrich-Engels-Straße wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das war am Mittwoch aus dem Rathaus zu erfahren.

Damit sind die Bauarbeiten mehrere Monate früher beendet als erwartet. Im März 2015 hatten die Stadtwerke mit den Bauarbeiten auf dem Abschnitt zwischen Post- und Präsidentenstraße begonnen. Erst war die Fertigstellung für Anfang 2017 vorgesehen, dann war von einer Übergabe „noch vor Weihnachten“ die Rede, jetzt klappt es aller Voraussicht nach bereits Ende November. Bautechnisch wurden die neue Straße samt Gehwegen, Beleuchtung und Bushaltestellen schon abgenommen. Am Freitag entscheidet die Verkehrsbehörde endgültig, ob sie grünes Licht gibt.

550 Meter Straße in drei Jahren ausgebaut

Die Friedrich-Engels-Straße ist eine der wichtigsten Straßen durch die Altstadt. Ihr Ausbau fordert Geduld von Autofahrern und auch von Anwohnern. Seit 2013 ist sie immer wieder in einem anderen Abschnitt gesperrt. In drei Jahren konnte eine Strecke von rund 550 Metern ausgebaut werden. Damit hat die Stadt etwa zwei Drittel der gesamten Straße geschafft.

Jetzt wird es dort erst einmal ruhiger, kündigte Baudezernent Arne Krohn am Dienstag überraschend an. Wenigstens ein Jahr lang bleibt die Friedrich-Engels-Straße befahrbar. „Es ist nicht geplant, 2017 weiterzumachen“, sagt Krohn.

Vor nicht einmal zwei Wochen klang das ganz anders. Anfang November hatte Stadtsprecherin Michael Ott auf Nachfrage noch mitgeteilt, dass 2017/18 der Abschnitt der Friedrich-Engels-Straße zwischen der Präsidenten- und der Rudolf-Breitscheid-Straße, in den Jahren 2010/21 dann der Teil zwischen Virchow- und Steinstraße ausgebaut werden soll. So steht es auch noch in einem Papier aus dem Bauamt des Rathauses, das die Abgeordneten im Bauausschuss zur Sitzung in der vergangenen Woche bekommen haben.

Im nächsten Jahr wird die Schinkelstraße zur Baustelle

Inzwischen scheinen sich die Pläne der Stadtverwaltung aber geändert zu haben. Vom Weiterbau der Friedrich-Engels-Straße im kommenden Jahr ist keine Rede mehr. Der Grund dafür war aus der Stadtverwaltung am Mittwoch allerdings nicht zu erfahren.

„Unsere nächste Baumaßnahme ist die Schinkelstraße“, sagt Dezernent Krohn jetzt. Bereits 2014 hatte die Stadt dort den ersten Abschnitt zwischen Friedrich-Engels- und Karl-Marx-Straße erneuern lassen. Im kommenden Jahr will die Stadt das nächste Teilstück bis zur August-Bebel-Straße angehen. Einige Abstimmungen mit den Stadtwerken müssen dafür allerdings noch erfolgen, sagt Arne Krohn.

Möglich wäre danach zum Beispiel, dass an einigen der neu geplanten Park­boxen Ladestationen für Elektroautos entstehen. Schnellladestationen wie es sie etwa in Treskow gibt, seien in der Innenstadt nicht vorgesehen, sagt Krohn. Wohl aber Steckdosen, an denen Autofahrer ihre Elektromobile langsam aufladen können, während sie einige Stunden durchs Neuruppiner Stadtzentrum schlendern.

Vorfahrtsregeln werden jetzt geändert

Das ist allerdings noch Zukunftsmusik. Viel schneller treten neue Verkehrsregelungen in Kraft , nämlich sobald die Friedrich-Engels-Straße jetzt für Fahrzeuge freigegeben wird. Künftig gilt dort an den meisten Seitenstraße nicht mehr die Vorfahrtsregel rechts vor links. Stattdessen haben auf dem ausgebauten Abschnitt Fahrzeuge, die auf der Friedrich-Engels-Straße unterwegs sind, in der Regel Vorfahrt. Autos, die aus der Fischbänkenstraße und der Poststraße kommen, müssen jetzt schon warten. Ab Freitag gilt das auch für alle, die von der Klosterstraße, aus der Wichmann- oder der Erich-Mühsam-Straße in die Friedrich-Engels-Straße abbiegen wollen.

Überall dort wurden beim Ausbau der Fahrbahn die Bordsteine durchgezogen. Alle Altstadtstraßen zwischen Friedrich-Engels-Straße und Ruppiner See sind jetzt als verkehrsberuhigter Bereich ausgeschildert. Autos dürfen nur noch dort parken, wo das ausdrücklich erlaubt ist und es gilt Schritttempo als Höchstgeschwindigkeit. Nicht automatisch Vorfahrt haben Autofahrer weiterhin an der Kreuzung mit der Virchow-, der Schinkel- der Friedrich-Ebert- und der Präsidentenstraße.

Von Reyk Grunow

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