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Friedwald hinter dem Ökohof

Kuhhorst Friedwald hinter dem Ökohof

Die Kuhhorster möchten sich in heimatlicher Erde begraben lassen. Um ihren Gutspark erhalten zu können, wollen die Einwohner und die Ökohofbetreiber gemeinsame Sache machen. Im Gutspark soll mit Hilfe der Hochschule Eberswalde ein Friedwald entstehen.

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Im Kuhhorster Gutspark wollen die Bewohner künftig ihre letzte Ruhe unter den alten efeubewachsenen Bäumen finden.

Quelle: Cornelia Felsch

Kuhhorst. Brandenburger und Berliner kennen den Ökohof Kuhhorst als kleinen Ort zwischen Fehrbellin und Nauen, in dem ökologische Landwirtschaft betrieben wird und Menschen mit Behinderungen in den Mosaikwerkstätten Arbeit finden.

Für die vorbildliche betriebliche Gesamtkonzeption in der Tierhaltung, Verarbeitung und Vermarktung wurde der Ökohof Kuhhorst bereits 2006 mit dem Förderpreis Ökologischer Landbau ausgezeichnet. Seit 2007 ist der Betrieb zudem als Nutztierarche ausgewiesen, denn dort werden vom Aussterben bedrohte Sattelschweine und deutsche schwarzbunte Niederungsrinder gehalten.

Gemeinsam mit dem Kuhhorster Dorfverein will der Demeter-Hof nun in ein neues Projekt einsteigen – im Gutspark, der gleich hinter den Stallgebäuden liegt, soll ein Friedwald entstehen. Das verfallene Gutshaus wurde 1980 wegen Baufälligkeit abgerissen. Den Gutspark, der einst mit ausgewählten Bäumen, Sträuchern und Wegen angelegt wurde, holt sich die Natur zurück. Dort wachsen viele Wildblumen und auch Bärlauch. „Viele Kuhhorster finden es schade, dass der Park immer mehr verwahrlost“, sagt der Geschäftsführer des Ökohofs, Hannes-Peter Dietrich. Er weist auf die alten Bäume, die mittlerweile vom Efeu fast erwürgt werden und einzugehen drohen. Um die Bäume zu erhalten wollen die Kuhhorster den Efeu zurückschneiden. Die Wege wurden bereits mit Rindenmulch bedeckt und der Müll, der sich dort angesammelt hatte, wurde entsorgt. „Wir haben gemeinsam mit den Bewohnern des Ortes überlegt, wie die drei Hektar große Fläche genutzt werden soll“, sagt Dietrich. „Wir sind uns einig darüber, dass wir keinen Nutz-Mischwald wollen, sonders das Areal soll weiterhin als Park genutzt werden soll. Einen Friedhof gibt es in Kuhhorst nicht. Beerdigt werden die Bewohner des Ortes in Linum oder Königshorst.

Um den Gutspark zu erhalten, soll der Friedwald entstehen

Studenten des 4. Semesters der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde wollen jetzt ein Konzept erarbeiten. Sie werden herausfinden, welche Auflagen erfüllt werden müssen und wie die Bestattung unter den Bäumen erfolgen soll.

„Es ist nicht das erste Projekt, dass Ökohof und Hochschule gemeinsam umsetzen, auch die neue Eierpackstelle ist in Zusammenarbeit entstanden. Die Studenten werden aber auch mit anpacken und bei der Umsetzung mithelfen. „Gewinn werden wir mit dem Friedwald nicht erzielen, aber der Pflegeaufwand für den Park soll gesichert sein.“ Bis es soweit ist, werden die Mosaikwerkstätten die Finanzierung übernehmen.

Von Cornelia Felsch

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