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Ostprignitz-Ruppin Frisch gekocht und heiß auf den Tisch
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frisch gekocht und heiß auf den Tisch
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00:17 28.10.2016
Das Ehepaar Schwarz sorgt dafür, dass täglich ein leckeres Mittagessen auf den Tisch kommt. Quelle: FOTO: Peter Geisler
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Walsleben

Gekonnt paniert Volker Schwarz die Jägerschnitzel. Nur das Öl zum Braten ist ihm ausgegangen. Kein Problem: Ein paar Schritte in den angrenzenden Laden, ein Griff ins Regal und Schwarz kann weiter machen. Denn die Walslebener, die das täglich frisch zubereitete Mittagessen schätzen, warten auf die pünktliche Lieferung. Essen auf Rädern ist ein Angebot, das insbesondere die ältere Kundschaft von Marion Schwarz gern annimmt.

Für den Handel geboren

Die Walslebenerin betreibt einen Gemischtwarenladen an der Dorfstraße. Und das seit bald zwei Jahrzehnten. Im kommenden Jahr feiert sie das 20-jähriges Bestehen. „Ich habe immer im Handel gearbeitet. Ich bin für nichts anderes geboren“, sagt sie und lacht. Deshalb zögerte sie nicht lange und übernahm den kleinen Dorfsupermarkt, in dem sie bereits als Verkäuferin gearbeitet hatte. 2008 zog sie mit ihrem Geschäft in die Räume des ehemaligen Konsums um. Das Gebäude gehört der Walslebener Agrargesellschaft, die ihren Sitz im selben Haus hat. Dort hat sie wesentlich mehr Platz. So viel, dass sie hinter dem Ladenlokal noch eine kleine Cafeteria aufmachen konnte. Dort gibt es neben einem Imbissangebot jeden Tag ein Mittagessen. Den Speiseplan erstellen Schwarzens für eine Woche im Voraus. „Wir haben noch keinen erlebt, der über das Essen gemeckert hätte“, sagt Volker Schwarz. „Ihre gute Seele“, wie Marion Schwarz sagt. Er unterstützt seine Frau und springt ein, wo Hilfe gebraucht wird – wie jetzt am Herd.

Selbst Gekochtes kommt auf den Tisch

Auf vier Stammkunden kann die Geschäftsfrau jeden Tag zählen, darunter ihre Schwiegermutter. Sie frühstückt dort und trinkt ihren Kaffee. „Ich esse jeden Tag hier. Es schmeckt mir immer wunderbar“, sagt Brigitte Schwarz. Die weitaus größere Anzahl an Essen fährt das Ehepaar Schwarz aus. „Wir beliefern unsere Rentner. Die lassen das Geld bei uns im Ort.“ Ein großer Vorteil sind die kurzen Wege. Das Essen ist noch heiß, wenn es ankommt.

Butter, Brot, Zeitungen, Kuchen, Konserven, Obst, Gemüse,und selbst Geschenkartikel – fast nichts, was es nicht in dem kleinen Laden gibt. Und was Marion Schwarz nicht hat, besorgt sie. in der Frischetheke hält sie Wurst und Käse vorrätig, aber auch Bouletten und Kartoffelsalat. Das Geschäft ist auch für Rollstuhlfahrer gut zu erreichen, die Gänge im Verkaufsraum sind so breit, dass auch junge Eltern ihren Kinderwagen durch den Laden schieben können.Vor dem Haus sind einige Parkplätze, gleich gegenüber liegt die Arztpraxis, die teilweise auch Kunden bringt. Durch die günstige Lage an der Straße hat die Geschäftsfrau auch viel Laufkundschaft.

Profitiert hat sie nach eigenen Angaben von der Baustelle in Dabergotz. Die monatelange Sperrung der Durchfahrt bescherte ihr zusätzliche Kunden. Die Straße ist inzwischen wieder für den Verkehr frei gegeben. Doch Marion Schwarz und ihr Mann können sich auch so nicht über mangelnde Arbeit beklagen. Sie holt den süßen Brotauflauf aus dem Backofen. Die Schwiegermutter darf als Erste kosten. „Lecker“, sagt sie.

Von Dagmar Simons

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