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15:38 30.12.2016
Das Rathaus in Freyenstein hat mit Marcus Kappes einen neuen Besitzer. Quelle: Björn Wagener
Freyenstein/Fretzdorf

Das ehemalige Rathaus in Freyenstein ist verkauft. Der neue Besitzer heißt Marcus Kappes. Er führt in Berlin ein Ingenieurbüro. Kurz vorm Jahresende übernahm er das Objekt von der Stadt Wittstock. „Ich habe das Haus erworben, weil es ganz toll ist und hier auch nette Menschen leben“, sagt er. Es soll im Laufe des kommenden Jahres nicht nur komplett saniert werden, sondern auch ein Stück mehr Lebenqualität in die kleine Stadt zurückbringen. Das Friseurgeschäft von Steffi Malitius werde bleiben – als eine Art belebende Basis. Außerdem möchte Kappes dort drei Wohnungen sowie ein Café oder eine Konditorei im Erdgeschoss einrichten. Das soll das Haus und den gesamten Bereich aufwerten.

Betreiber für Konditorei im Blick

„Einen Betreiber für die Konditorei habe ich wahrscheinlich schon“, stellte er bei der Übernahme der Immobilie in Aussicht. Erfolgversprechende erste Gespräche seien geführt worden. Darüber hinaus solle auch der Innenhof einladend gestaltet werden.

Das alte Rathaus wurde 1904 erbaut, verfügt über gut 250 Quadratmeter Platz und besticht an der Fassade durch Schmuckelemente aus Gotik und Renaissance. Dadurch gilt es als bedeutender Vertreter der Baukunst des Historismus (1820 bis 1914), der durch den Rückgriff auf die Formensprache vergangener Epochen geprägt ist.

Marcus Kappes berichtet, dass er allerdings über einen Umweg auf das alte Rathaus gekommen sei – nämlich das Haus in der Marktstraße 38, das nur wenige Meter um die Ecke liegt. „In dieses Haus habe ich mich gleich ein bisschen verguckt, weil es so ursprünglich erhalten ist. Ich fand es dann auch bei einer Auktion und konnte es erwerben.“ Oben gebe es drei Wohnungen, die ebenfalls erhalten werden sollen. Unten könnte eine kleine Galerie und ein Künstlertreff entstehen. „Da habe ich ebenfalls bereits Vorgespräche mit einem Galeristen in Berlin geführt“, so Kappes. Im hinteren Bereich solle eine Werkstatt aktiviert und jeden Monat oder quartalsweise ein Künstler eingeladen werden, der Kunst schaffen und kostenneutral im Haus wohnen kann.

Etwa ein Jahr lang wird saniert

Was die Sanierung der beiden Häuser kosten wird, sei noch nicht genau absehbar. Ziel sei es jedoch, etwa in einem Jahr fertig zu sein. Kappes will in der Bauphase möglichst Handwerker aus der Region einbinden.

Außer in Freyenstein konnte die Stadt Wittstock auch in Fretzdorf zum Jahresende ein altes Haus an einen neuen Besitzer übergeben. Heinz-Werner Rosin, ebenfalls aus Berlin, ursprünglich aber aus Neuruppin, erwarb dort das alte Zwei-Familien-Wohnhaus in der Teetzer Straße 46. Er möchte es in den kommenden Jahren sanieren, um dann dort mit seiner Familie zu leben. Seine Messebau-Firma wolle er aber wahrscheinlich schon im kommenden Jahr nach Fretzdorf verlegen, sagt er. „Wir hatten uns zuvor auch ein Haus in Rossow angesehen, das uns ebenfalls sehr zusagte.“ Letztlich sei es aber doch das Haus in Fretzdorf geworden, weil es ein größeres Grundstück habe.

Fretzdorf sei beliebt bei Großstädtern, die die Ruhe suchen, sagt Birgit Kanzler vom Amt für Liegenschaften der Stadt Wittstock. „Das liegt vor allem an dem vorhandenen Bahnhof und der nahen Autobahnanbindung.“ Die beiden jüngsten Übergaben in Freyenstein und Fretzdorf seien für die Stadt ein Kehraus gewesen, denn nunmehr gebe es kaum mehr Immobilien in kommunalem Besitz, die sich in einem verkaufsfähigen Zustand befinden.

Von Björn Wagener

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