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Ostprignitz-Ruppin Frische Ideen für den Friedhof
Lokales Ostprignitz-Ruppin Frische Ideen für den Friedhof
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05:12 27.02.2018
Der neue Zaun steht seit Ende 2017. Quelle: Björn Wagener
Christdorf

Noch im vergangenen Jahr hatte sich Christdorfs Ortsbeirat dafür stark gemacht, dass der Friedhof endlich umgestaltet wird. Er sollte kleiner und schöner werden. Was zunächst nur ein Wunsch war, konnte im Laufe desselben Jahres schon teilweise umgesetzt werden. Nachdem die Herbststürme im Oktober die Jahrzehnte alte Mauer zum Einsturz gebracht hatten, handelte die Stadt Wittstock und schuf eine neue Umfriedung.

Wenige Tage vor Weihnachten wurde ein metallener, anthrazitfarbener Doppelstabmattenzaun für 19 000 Euro an Stelle der brüchigen Steinmauer errichtet. Laut Wittstocks Stadtsprecher Jean Dibbert sei es sogar möglich gewesen, die vorhandenen Tore zu integrieren. Im Zuge des Zaunneubaus war auch der Wunsch des Ortsbeirats, die Fläche des Friedhofs zu verringern, berücksichtigt worden. Statt der bisherigen 3919 Quadratmeter ist das Gelände nunmehr nur noch 3369 Quadratmeter groß.

So sah der Friedhof noch vor einem Jahr aus. Quelle: privat

Auf der jüngsten Ortsbeiratssitzung am Dienstagabend war die Umgestaltung erneut Thema. Im Fokus stand nun auch die Fläche vor dem Zaun. „Die haben wir mit Feldsteinen bestückt, damit die Autos nicht darüber fahren, um abzukürzen“, erklärte Christdorfs Ortsvorsteherin Kerstin Stintmann. Beim diesjährigen Frühjahrsputz, der nach Ostern stattfinden soll, wollten sich die Einwohner der Aufhübschung der Vorfläche widmen. „Es muss alles glatt werden“, sagte die Ortsvorsteherin. Und gab zu Verstehen: „Nur mit der Harke ist da nichts zu machen. Wir brauchen entsprechende Technik dazu.“ Darüber hinaus soll das Gelände auch bepflanzt werden. Die Idee eines Parkplatzes vor dem Friedhof, wie sie öfter mal ins Spiel gebracht worden war, wird von der Stadt nicht ins Auge gefasst werden, so Kerstin Stintmann.

Ortsvorsteherin Kerstin Stintmann will den Friedhof gestalten lassen. Quelle: Christamaria Ruch

Neben dem Vorplatz soll auch auf dem Friedhofsgelände direkt etwas geschehen. So hatte sich eine Anwohnerin dazu bereiterklärt, Ideen und Pläne für die Errichtung einer Urnengemeinschaftsanlage und eines anonymen Gräberfelds zu entwickeln. Die noch bestehenden rund 35 Gräber waren zuvor alle nur durch Erdbestattungen gefüllt worden. „Die Umgestaltung passiert in enger Abstimmung mit der Stadt“, erklärte die Ortsvorsteherin.

Auch für nicht mehr verwendete Grabsteine soll es eine optische Aufwertung geben. Die alten Steine sind auf einer Fläche des Friedhofs gut lesbar abgelegt worden. „Vielleicht gelingt es uns ja, diesen Grabsteinparkplatz durch Pflanzungen aufzuwerten“, blickte Kerstin Stintmann in die Zukunft.

Die Verkleinerung des Geländes sowie die Schaffung neuer Bestattungsformen sieht die Ortsvorsteherin als zeitgemäß an. „Urnengemeinschaftsanlagen oder anonyme Gräber entlasten die Angehörigen von der Pflege“, erklärte sie. Denn zum Teil seien die Angehörigen gar nicht mehr vor Ort, könnten sich also nicht mehr regelmäßig im die Grabpflege kümmern. Durch die geringere Fläche wirke das Gelände auch nicht mehr so unausgelastet. Denn Christdorf wie in anderen Orten der Region, hat sich die Zahl der belegten Gräber in den vergangenen Jahren reduziert.

Von Christian Bark

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