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Frischer Wind im Haus des Gastes

Seebeck Frischer Wind im Haus des Gastes

Bestehendes erhalten, vor allem, wenn es dem Gemeindeleben so gut tut wie das Haus des Gastes in Seebeck. Nachdem der Sport- und Kulturverein das Handtuch geworfen hat, übernimmt es die Vielitzerin Doris Schatz, das Haus auch weiterhin mit Leben zu füllen. Ihr Konzept überzeugte, der Gemeinderat erteilte ihr den Zuschlag. Ihr Programm bis zum Jahresende steht: eine bunte Mischung.

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Doris Schatz (mit Tablett) freut sich, dass so viele zur Wiedereröffnungsparty gekommen sind.

Quelle: Regine Buddeke

Seebeck. Reinkommen und wohlfühlen – so wünscht es sich Doris Schatz, die seit dem 1. August die Bewirtschaftung im Haus des Gastes in Seebeck samt der zugehörigen Gaststätte „Tonkegel“ übernommen hat. Und dieser Gedanke steht auch für die Eröffnungsparty am Sonnabend. Doris Schatz hat mit ein paar Helfern ein üppiges mediterranes Büfett gezaubert, später wird eine österreichische Jazz-Rock-Band spielen. Sozusagen als Vorgeschmack auf das, was in den nächsten Monaten im beliebten Gemeindetreffpunkt stattfinden soll.

Immer mehr Seebecker, Vielitzer, Strubenseer und auch Lindower sowie Feriengäste tröpfeln am Sonnabend ein, irgendwann sind der „Biergarten“ auf der Terrasse und die Gaststube voll. Man kennt sich, man freut sich, man plaudert entspannt. Für die Einwohner der Gemeinde Vielitzsee ist es ein Gewinn, dass die rührige Vielitzerin den Treff übernommen hat. „Der Sport- und Kulturverein hat die Bewirtschaftung aus Altersgründen abgegeben“, erklärt dessen Vorstand Mathias Scholz.

Ein Gewinn für die ganze Gemeinde Vielitzsee

Es habe bislang auch immer eine Veranstaltung pro Monat gegeben, Freitags war die Gastronomie geöffnet, in der Woche konnte man kegeln und auch für Privatfeiern wurde das Gebäude vermietet. „Aber es war zuletzt auf immer weniger Schultern verteilt – für Null und ehrenamtlich“, so Scholz. Ihm sei klar, was Doris Schatz sich mit ihrer neuen Aufgabe aufgehalst habe. „Es ist schön, dass es nahtlos weitergeht“, so der Vielitzer. „Es ist eine Riesenlast, aber ich glaube, sie schafft das“, sagt er. Immerhin habe Doris Schatz mit ihrem Konzept so überzeugt, dass sie unter drei Bewerbern den Zuschlag der Gemeindevertretung Vielitzsee erhielt.

Der Plan bis zum Jahresende steht

Der Plan bis zum Jahresende liegt schon fertig gedruckt vor: immer freitags sind Gastronomie und Kegelbahn geöffnet, einmal pro Monat ist Filmclub, einen Samstag pro Monat ist Partyzeit: ob Late-Summer-Reggae-Night mit jamaikanischen Köstlichkeiten, Oktoberfest mit Spanferkel und Volksmusik, Country-und-Western-Fest mit Burgern und Whiskey – Doris Schatz weiß, wie man die Leute lockt. Nicht nur die jungen: Sonntags bietet sie „Kaffee, Kuchen und Schwof“. Den Kuchen – so hat es Schatz geplant – bringen die Gäste mit. Eine Jury wählt den besten aus, während die Gäste das Tanzbein schwingen können. Darüber hinaus plant die neue Betreiberin Spieleabende, lokale Kunstausstellungen, Mal- und Bastelkurse, einen Kindernachmittag im Sommer sowie öffentliche Wanderungen und Ausflüge in Kooperation mit der Lindower Tourist-Info.

„Gutes vom und fürs Land“ nennt Schatz ihr Nutzungskonzept. Für sie ist das Haus des Gastes ein „Juwel“, das das Leben der Dorfgemeinschaft bereichern soll. Am Sonnabend scheint es, als ob das gelingt. „Ich würde gern öfter kommen, vor allem wenn Musik ist“, sagt etwa Sandra Brusch.

Von Regine Buddeke

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