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Frisches Lesefutter für die Wildberger

Besuch der „Bücherstube“ Frisches Lesefutter für die Wildberger

Ob „Ich bin dann mal weg“ oder „Ziemlich beste Freunde“ – neben Klassikern und Heimatliteratur gibt es in der „Bücherstube“ Wildberg auch Aktuelles auszuleihen. Um mehr als 2000 Titel kümmert sich Ingrid Jaap seit vier Jahren ehrenamtlich. Die Vorsitzende des lokalen Heimatvereins bietet alle 14 Tage eine Ausleihe an – und erinnert die „Stammgäste“ gerne persönlich.

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Ingrid Jaap bietet alle 14 Tage Ausleihe und Annahme von Büchern an.

Quelle: Foto: Mischa Karth

Wildberg. Als die Kreisverwaltung von Ostprignitz-Ruppin Ende 2010 beschloss, den Bücherbus einzustellen, machten einige Dorfgemeinschaften mobil: Sie richteten ihrerseits Bibliotheken ein, um Leseratten mit neuem Futter zu versorgen. In Wildberg öffnete die „Bücherstube“ im Mai 2012 auf Anregung der Gemeindevertreterin Gloria Pfannenberg. Seither kümmert sich Ingrid Jaap, Vorsitzende des Vereins für Kunst, Kultur und Krempel (Kukuk), um die Ausleihe. Alle 14 Tage öffnet sie die Türen des Dorfgemeinschaftshauses, hinter denen sich mehr als 2000 Bücher verbergen. „Die Heimatromane sind der Renner“, erzählt Ingrid Jaap, „aber die Besucherinnen sind ja auch überwiegend ältere Damen“.

Das ehemalige Bürgermeisterbüro dient als Bücherei – und es ist gut bestückt. 14 „Billy-Regale“ sind voll mit Romanen, Sachbüchern und Märchen gefüllt. Im Nachbarzimmer stehen weitere Schränke. Damit ist auch erst einmal das Ende der Fahnenstange erreicht. „Wir können inzwischen keine Spenden mehr annehmen“, sagt Jaap. Auf kleinen Karteikarten notiert die ehrenamtliche Bibliothekarin, welche Bücher gerade verliehen sind. Name und Telefonnummer werden mit Bleistift verzeichnet und bei der Rückgabe ausradiert. Bücher sind so noch nicht abhanden gekommen. „Wenn ein Buch länger überfällig ist, werfe ich einen kleinen Zettel in den Briefkasten“, sagt Jaap.

Ingrid Jaap kennt ihre „Stammgäste“: Fünf sind es an der Zahl. „Eine Kundin ist den ganzen Sommer über auf dem Campingplatz. Sie leiht sich im Februar 20 Bücher aus, verschwindet damit und kommt im Oktober wieder.“ Die anderen Stammgäste ließen sich häufiger blicken – immerhin ist die Ausleihe alle 14 Tage geöffnet. „Ein paar mehr Kunden würde ich aber gern haben“, sagt Ingrid Jaap. „Vielleicht sind die Öffnungszeiten nicht ideal“, mutmaßt sie. Aber da Ingrid Jaap noch voll berufstätig ist, gibt ihre Freizeit nicht mehr her. Das Ehrenamt hat eben seine Grenzen, immerhin geht es für den Kukuk-Verein auch darum, allerlei Fahrten ins Umland zu organisieren. Im April war man in Berlin, im Juni geht es in den Spreewald und im August in die Kyritz-Ruppiner Heide.

Für die Zeit nach dem Berufsleben hat Ingrid Jaap aber schon Pläne. Sie will mehr Zeit in die Bücherstube stecken. Denn sie sieht bei den Wildbergern durchaus noch Potenzial. „Mittwochs trifft sich der Seniorenklub im Raum schräg gegenüber“, sagt Jaap. Da wäre eine zusätzliche Ausleihe praktisch. Auch Kindergarten und Schule am Ort könnten mehr an die Bücher herangeführt werden. „In Berlin gibt es Lesepaten für Schüler, das ist eine tolle Sache“, sagt Jaap.

Von Mischa Karth

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