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Fröhlich vereint: Deutsche, Griechen, Franzosen

In Brunne hat die zehnte internationale Jugendbegegnung begonnen Fröhlich vereint: Deutsche, Griechen, Franzosen

22 Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren leben in Brunne bei Fehrbellin zwei Wochen lang gemeinsam in einem Jugendworkcamp. Sie wollen dort einen interkulturellen Pfad gestalten und sich mit Themen wie Flucht und Krieg, Natur, Ökologie und Europa auseinandersetzen – von Krise keine Spur.

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Beim Ballspielen lernen sich die Teilnehmer aus fünf Nationen kennen.

Quelle: Christian Schmettow

Brunne. Es gibt viel, was Deutsche und Griechen verbindet: Die Victoria auf der Berliner Siegessäule, zum Beispiel, ist der Niké von Samothrake nachempfunden. Die Skulptur wurde vor 2205 Jahren auf der Heimatinsel von Marina geschaffen. Die 16-jährige hat immerhin zwei Tage gebraucht, um von Samothraki nach Brunne zu reisen. Auf ihrer Heimatinsel leben etwa so viele Menschen wie in Fehrbellin. Die Euro-Krise ist dort kein großes Thema, sagt Marina. Sie ist eine von 22 Teilnehmern einer internationalen Jugendbegegnung in Brunne bei Fehrbellin.

Am Freitag verbrachten die Gruppen aus Frankreich, Griechenland und Deutschland den ersten gemeinsamen Tag. Zwei Wochen lang gemeinsam in einer Gruppe zu leben – das werde nicht leicht für alle, die das nicht gewohnt sind, prophezeit die Projekleiterin Katja Röhrig-Maass den Teilnehmern.

Untergebracht sind die Jugendlichen im gemütlich umgebauten Langstall auf dem Pferdehof von Familie Synakewicz. In der deutschen Gruppe sind auch zwei Jugendliche aus dem Lentzker Flüchtlingsheim mit dabei: eine Syrerin und ein Russe. Die Verständigung unter den Jugendlichen klappt vorwiegend auf Englisch.

Sami aus dem französischen Sète hat den Ehrgeiz, nun neben Englisch auch noch Deutsch zu lernen. Die Griechin Marina kann es bereits, Mara aus Potsdam möchte gern ihr englisch verbessern. Doch die zwei Wochen in Brunne sollen weit mehr sein als ein Sprachurlaub. Gefördert vom Ewoca-Programm des Internationalen Bildungs- und Begegnungswerkes (IBB), betreut vom interkulturellen Netzwerk Neuruppin, beschäftigen sich die Jugendlichen in den nächsten zwei Wochen mit den Themen Flucht und Krieg, Natur und Ökologie sowie Europa.

Geplant ist, dass sie am Rundweg rund um die Kunstbank in Brunne einen interkulturellen Pfad anlegen, gestaltet mit Installationen aus Ton, Holz, Graffiti oder Mosaiken. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Der Pfad soll am 27. Juli der Öffentlichkeit übergeben werden. Noch wichtiger sind aber die Begegnungen der Jugendlichen aus allen Ecken Europas. Beim Reiten, Kanufahren, Baden und beim Beachvolleyball besteht dazu viel Gelegenheit. Viele Teilnehmer früherer Treffen arbeiten heute in anderen Ländern. Trotzdem und trotz des geringen Preises von 100 Euro für zwei Wochen sei es schwierig geworden, Teilnehmer zu finden, räumt Katja Röhrig-Maass ein. Bei Sportcamps sei das kein Problem – bei interkultureller Begegnung schon.

Die 22 Jugendliche, die heute in Brunne sind, werden sich nächstes Jahr auf Samothraki in der Ägäis wiedersehen und 2017 am Mittelmeer im südfranzösischen Sète.

Von Christian Schmettow

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