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„Frontmen“ begeisterten mit den alten Hits

Neuruppin „Frontmen“ begeisterten mit den alten Hits

Sie lassen es richtig krachen: Hollies-Sänger Peter Howarth, Mick Wilson von 10cc und Pete Lincoln, Frontmann bei The Sweet haben sich vor mehr als 23 Jahren kennengelernt und harmonieren gut als Trio. Als „Frontmen“ lassen sie die guten alten Hits ihrer Bands neu aufleben und begeisterten damit am Freitag die Fans in Neuruppin.

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Drei Männer, drei Gitarren – ein Dream-Team: Die „Frontmen“ Peter Howarth von den Hollies (l.), Mick Wilson von 10cc (r.) und Pete Lincoln von The Sweet brachten die Fans in Neuruppins Pfarrkirche zum Lächeln, Mitsingen und Wegträumen in die eigene Jugend.

Quelle: Regine Buddeke

Neuruppin. Drei Alphatiere auf der Bühne – kann das gut gehen? Es kann: Im Fall von Hollies-Sänger Peter Howarth, Mick Wilson von 10cc und Pete Lincoln, Frontmann bei The Sweet, ist es sogar ein Glücksfall. Die drei „Frontmen“ vertragen sich prächtig – musikalisch und menschlich. Das wird im Konzert von der ersten Minute an deutlich – 350 Fans lauschen den dreien am Freitagabend in der Neuruppiner Pfarrkirche und lassen sich mit auf eine musikalische Zeitreise in die eigene Jugend nehmen.

Peter Howarth  von den Hollies

Peter Howarth von den Hollies

Quelle: Regine Buddeke

Bereits vor mehr als 23 Jahren lernten sich die drei – allesamt mit ihren jeweiligen Bands auch heute noch erfolgreichen – Musiker kennen, als sie in Sir Cliff Richards Band zusammen spielten. Der Idee, auch gemeinsame Wege zu gehen, stand nichts im Wege. Und so bringen die drei „Frontm3n“, wie sie sich nennen, mit „Live in Berlin“ ihre jüngste Musik-DVD auf den Markt, auf der sie gemeinsam Songs aus drei verschiedenen Bandgeschichten vereinen. Es sind Songs, die fast jeder kennt, Stücke mit Ohrwurm-Potenzial. Lieder aus vergangenen Zeiten, die ins Herz und in die Beine gehen. Das ist auch das Erfolgsrezept des Konzerts. Und so gerät auch das Konzert in der Kulturkirche zu einem vollen Erfolg.

Mick Wilson von 10cc

Mick Wilson von 10cc

Quelle: Regine Buddeke

Drei Scheinwerferkegel beleuchten die Bühne – gleichberechtigt für alle drei Männer, die mit ihren Gitarren im Scheinwerferlicht gleichermaßen Solisten als auch Background sind. Keiner stiehlt dem anderen die Show, alle gehen aufeinander ein. Jeder singt die großen Nummern seiner Band – unterstützt von den beiden anderen.

„Bus stop“ von den Hollies eröffnet den Oldie-Reigen, gefolgt von „Coco“ von Sweet. „Für Leute die damals schon geboren waren – ihr dürft mitsingen“, ruft Pete Lincoln auf Englisch. Gelächter im Saal – und ein vollmundiger Chor.

Pete Lincoln von The Sweet

Pete Lincoln von The Sweet

Quelle: Regine Buddeke

„Things we do for love“ von 10cc schließt sich an. „Wenn irgendwer tanzen will, bitte“, fordert Mick Wilson auf und wiegt sich selbst in den Hüften. „Singt, klatscht – was ihr wollt“, legt er nach und singt sich in die Herzen.

„Eigentlich eine tolle Sache zu dritt“, plaudert Mister 10cc. „Einer singt, die anderen haben Pause.“ Nun ja, nicht immer, aber die folgenden Titel sind Solostücke, in denen alle drei einzeln brillieren dürfen, bevor es wieder zur Dreifalt-Vielfalt geht. Auch hier ist das Publikum gefragt – und tut gern mit: Oh oh oh“, singt es und„Ship to short“. Ein Lied über Beziehungen. „Man, woman, it’s scheiße“, erklärt Wilson kurz den Inhalt. Dann gibt es ein „Love is like oxygen“, wie man es noch nie gehört hat. Etwas weichgespülter als die legendäre Sweet-Version – das Publikum jubelt trotzdem. „You got it“ – ein Song von Roy Orbison und gleichzeitig Hommage an Tom Petty, Bob Dylan, George Harrison.

350 Fans kamen in Neuruppins Pfarrkirche

350 Fans kamen in Neuruppins Pfarrkirche.

Quelle: Regine Buddeke

Hit an Hit reiht sich, dann die schlechte Nachricht. „Der letzte Song“, sagt Mick Wilson. Er hat auch eine gute: „Wir haben noch ein zweites Set.“ Zeit für die Best-of-Songs „Move it“, „Fox on the run“, „Ballroom Blitz“, „Glass of champaign“ und das sahnig-süffige „Air that I breathe“. Das Publikum ist hin und weg. „Wunderbar. Das ist meine Musik, mit der ich groß geworden bin“, sagt Norbert Richter aus Wittenberge. „Ich freue mich, dass sie zusammengefunden haben. Und hoffe, sie bleiben es auch.“ Den drei Frontmen ist die gute Laune ins Gesicht geschrieben. Und klingt aus jeder Note. Bis in die Zugaben.

Von Regine Buddeke

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