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Ostprignitz-Ruppin Früchte sammeln mit Leidenschaft
Lokales Ostprignitz-Ruppin Früchte sammeln mit Leidenschaft
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00:24 31.12.2015
Susanne Ludwig und Leo Tiede verkaufen Marmelade und Likör nach Omas Rezepten gleich am Stand hinter dem Wohnhaus. Quelle: Privat
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Menz

Susanne Ludwig und ihr Partner Leo Tiede aus Menz – nur wenige Kilometer von Rheinsberg entfernt – leben mit den Jahreszeiten. Im Frühjahr ziehen die beiden Studenten in die Wälder, dann ist Bärlauchzeit. Die nach Knoblauch schmeckenden grünen Blätter verarbeiten sie später zu Bärlauchsenf.

Die Natur bestimmt mit dem Wachstum und der Reife von Kräutern und Früchten die Freizeit der beiden Naturfreunde. Holunderblüten, Löwenzahnblüten, Blaubeeren, Tannen- und Wacholderspitzen sammeln sie in der ersten Jahreshälfte. 80 Flaschen Tannenspitzensirup haben die beiden in diesem Jahr abgefüllt. „Das war der Renner“, sagt der 25-Jährige. Auch die Marmelade aus Waldheidelbeeren, gemischt mit Wildkirschen ist bei den Kunden äußerst beliebt.

Erst im vergangenen Jahr haben sich Susanne Ludwig und Leo Tiede als Kleinunternehmer angemeldet. Seitdem gehört jede freie Minute dem Nebenerwerbsjob. Doch wer Marmelade kochen will, braucht eine vorzeigbare Küche. Die beiden hatten Glück. Die evangelische Kirche half. Das Rüstzeitenheim in Schönberg bei Lindow ist nicht immer belegt; in der freien Zeit können Susanne Ludwig und ihr Partner die Küche nutzen. In der Saison ist die Zeit knapp. Susanne Ludwig pendelt zwischen ihrem Studienort Mannheim, Menz und Schönberg; Leo Tiede studiert Gartenbauwissenschaften an der Berliner Humboldt-Universität. Im vergangenen Sommer hatte er noch Zeit, da das Studium erst im Herbst begann. „Als die Blaubeeren reif waren, bin ich drei Wochen lang jeden Tag in den Wald gefahren und habe Waldheidelbeeren gepflückt“, erzählt er. „Man muss sich ganz schön sputen, denn die Zeit ist extrem begrenzt.“ Doch die beiden Studenten werden zum Glück von Eltern und Großeltern unterstützt. Sie ziehen mit in den Wald, wenn Beeren geerntet werden müssen. Auch viele der Rezepte haben sie von ihnen übernommen. „Wir haben uns darauf spezialisiert, Feinkost ganz nach Omas Geschmack aus heimischen Früchten herzustellen“ steht auf ihrem Werbeblatt. Doch nicht immer lief alles ganz nach Omas Geschmack. Die jungen Leute waren auf der Suche nach einer Alternative zum herkömmlichen Gelierzucker, denn sie wollen so naturnah wie möglich produzieren, ohne Konservierungsstoffe. Sie experimentierten mit Apfelpektin, Agar-Agar und Johannesbrotkernmehl. Doch jede Frucht reagiert anders, Geliermittel-Mengen müssen genau abgemessen werden, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu bekommen. „Wenn man bei Apfelpektin nur zwei Gramm daneben liegt, hat die Marmelade eine ganz andere Konsistenz“, sagt Leo Tiede. „Gegenüber dem Pektin hatte die Großmutter Vorurteile. Sie meinte es schmecke künstlich.“ Heute akzeptiert sie die leckeren Produkte , die es mittlerweile bis in den Rheinsberger Edeka-Markt und in die Granseer Regio-Kiste geschafft haben. Ob Tomatensenf, Kürbisbrotaufstrich, Apfel-Thymian-Gelee, Bärlauchsalz oder Eierlikör von Opas Hühnern; auf den Märkten und am Stand hinter dem Haus in der Menzer Roofenstraße 15, sind die Naturprodukte schnell vergriffen. Am 24. Januar wagen die sympathischen Jungunternehmer den nächsten Schritt und stellen ihre Produkte auf der Grünen Woche vor.

Hinweis: Zu erreichen sind die Jungunternehmer unter 0174 1869299.

Von Cornelia Felsch

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