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Ostprignitz-Ruppin Freiwillige packen fleißig mit an
Lokales Ostprignitz-Ruppin Freiwillige packen fleißig mit an
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18:27 24.03.2018
Die Biesener brachten den Platz hinter ihrem Feuerwehrgerätehaus und den Friedhof auf Vordermann. Quelle: Christian Bark
Wittstock/Biesen

Schon um 9 Uhr wurde am Feuerwehrgerätehaus in Biesen am Samstag fleißig geharkt, gebuddelt und gesammelt. „Wir haben immer schon unseren Frühjahrsputz am zentralen Termin mit der Stadt Wittstock zusammen gemacht“, sagte Ortsvorsteher Burkhard Schultz. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten es in Biesen ruhig mehr Helfer gewesen sein können. „Es sind aber viele krank geworden“, erklärte Burkhard Schultz.

Ob Laub wegharken oder Äste beschneiden – die freiwilligen Helfer packten alle fleißig mit an.

Nicht nur den Biesenern kostete der hohe Krankenstand zahlreiche helfende Hände, auch im Wittstocker Kleingartenverein „Provinzialgärten“ waren durch Krankheit viele Kleingärtner dem gemeinsamen Arbeitseinsatz fern geblieben, wie Vereinsvorstand Hartmut Wagner berichtete. „Trotzdem haben wir schon das Wasser angestellt, Das Wetter hat es ja gut mit uns gemeint“, sagte er. Das sahen auch die Biesener so. „Wenn wir hinter der Feuerwehr fertig sind, machen wir beim Friedhof weiter“, kündigte Burkhard Schultz an. Dass die Dorfbewohner bei dem Anlass freiwillig mit anpacken, ist für den Ortsvorsteher Ehrensache. „Das stärkt die Gemeinschaft im Dorf und entlastet den Bauhof“, sagte er. Der könne schließlich nicht bei jeder Kleinigkeit in die Ortsteile kommen.

Stadt stellt Hilfsmittel zur Verfügung

Das betonte auch Wittstocks Bürgermeister Jörg Gehrmann am Samstag, der vielen der Helfer einen kurzen Besuch abstattete. „Wenn man in den Ortsteilen Hilfsmittel wie Container oder Harken benötigt, stellen wir das gern zur Verfügung“, so der Bürgermeister.

Zahlreiche Wittstocker und Bewohner der Ortsteile halfen beim Arbeitseinsatz mit. Quelle: Christian Bark

In Wittstock wurde neben den Kleingärten noch an vielen anderen Orten gewerkelt. So waren Mitglieder des Sportvereins „Baulöwen“ sowie des Stadtmauervereins wieder am Jahn-Friesen-Körner-Denkmal und an den Wallanlagen beim Sträucherbeschneiden, Laubwegharken und Müllaufsammeln. Am Kirchplatz taten es ihnen Dorothea Stüben und Petra Fastenrath vom städtischen Kulturamt gleich. In der Röbeler Vorstadt fanden sich die Anwohner nun schon zum zweiten Frühjahrsputz zusammen. Nach Schätzung von Quartiermanagerin Lissy Boost halfen 25 Mieter mit. Darunter auch Jürgen Ubach. „Ich hab mich immer über das Unkraut aufgeregt, jetzt habe ich Gelegenheit, es wegzumachen“, sagte er. Mit dabei waren auch Mitarbeiter der Wohnungsverwaltungsgesellschaft GWV. Christin Holtz hatte gleich ihren sechsjährigen Sohn Marc mitgebracht. „Was soll er bei so schönem Wetter zuhause hocken“, sagte sie.

Zahlreiche Wittstocker und Bewohner der Ortsteile halfen beim Arbeitseinsatz mit. Quelle: Christian Bark

Auf dem Marktplatz gab es unterdessen einen Blumen- und Pflanzenmarkt, zu dem sich auch Kräuterfee Barbara Sommerfeld und Heike Thomas mit Frühlingsaccessoires und regionalen Produkten wie Honig gesellt hatten. „Barbara hat mich überredet, dieses Jahr mitzumachen“, erklärte Heike Thomas, die originelle Produkte aus Stoffen anbot, die sonst auf dem Müll gelandet wären – zum Beispiel eine ausrangierte Bratpfanne, die nun als Wanduhr diente. „Upcycling“ nennt man das, wie sie informierte.

An der Gulaschkanone bereitete Doris Nemitz mittlerweile das Mittag für die fleißigen Helfer vor: Erbsensuppe und Würstchen. Während die Biesener ihre Mahlzeit auf dem Markt einnahmen, brachten die Bewohner der Röbeler Vorstadt ihre Portionen in den Quartierstreff.

Von Christian Bark

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