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Frühstück mit einer Gräfin

Wittstock Frühstück mit einer Gräfin

Die christliche Unternehmerin Daisy von Arnim war am Samstag beim Frühstückstreffen für Frauen im Wittstocker Rathaus zu Gast. Vor rund 100 Frauen berichtete die auch als Apfelgräfin bekannte Referentin von ihrem Leben

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Frauenfrühstück im Wittstocker Rathaus: Bei dem Treffen konnte es schon mal eng werden.

Quelle: Björn Wagener

Wittstock. „Ich möchte Menschen Mut machen, den Schritt in die berufliche Selbstständigkeit zu wagen“, sagt Daisy von Arnim. Die christliche Unternehmerin, die auch als Apfelgräfin bekannt ist, war am Samstagvormittag beim Frühstückstreffen für Frauen im Wittstocker Rathaus zu Gast.

Der große Rathaussaal war zum Bersten gefüllt. Rund 100 Frauen hatten sich dort eingefunden, um ein gemeinsames Frühstück zu genießen, Frühlingsliedern des Singekreises der kirchlichen Gemeinschaft zu lauschen und so einen geselligen Vormittag zu verbringen.

Mehr Gäste als erwartet

Die Organisatorin Marion Wolgem freute sich über den großen Zuspruch, war aber auch ein Stück weit davon überrascht worden. Denn es hätten sich nur etwa 25 Frauen angemeldet. Der überwiegende Teil der Gäste kam spontan zur Veranstaltung hinzu. Um sich künftig besser auf den Umfang der Runde einstellen zu können, wolle sie beim nächsten Frühstückstreffen im September womöglich ausschließlich Karten im Vorverkauf anbieten. Der große Zuspruch hänge vermutlich damit zusammen, dass das Frühstückstreffen auf nur noch eine Zusammenkunft am Samstagvormittag reduziert wurde, während es früher eine weitere Runde am Vorabend gegeben hatte, sagte Johanna Kaping, die zum Kreis der Helferinnen um Marion Wolgem gehörte, die das Treffen vorbereiten. Es war nicht nur für ein liebevoll hergerichtetes Frühstücksbuffet gesorgt. Auch bunte Blumen schmückten die Tische.

An ihnen machten es sich die Frauen gemütlich, als sie nach der morgendlichen Stärkung Daisy von Arnim zuhörten. Sie produziert und verkauft in der Uckermark allerhand Köstliches aus Äpfeln und berichtete, wie sie nach der Wende mit ihrem Mann Michael in diese menschenleere Region kam. Das Herrenhaus Schloss Boitzenburg im Boitzenburger Land ist eines der größten Schlösser der Uckermark und war über Jahrhunderte hinweg Stammsitz der Familie von Arnim. Heute beherbergt es ein Kinder- und Jugendhotel, denn es wurde nicht an die Familie rückübertragen. Daisy und Michael von Arnim leben heute in einem Gutshaus, vier Kilometer vom Schloss entfernt, dem Haus Lichtenhain.

In der Mitte vom Nichts

In Wittstock erzählte Daisy von Arnim von ihrer ersten Begegnung mit dem alten Familienbesitz ihres Mannes und den Menschen vor Ort, vor allem aber von ihrer Suche nach einer ausfüllenden Beschäftigung „in der Mitte vom Nichts und am Ende von allem“. Nachdem die Gänsezucht und das Binden von Buchsbaumkränzen doch nicht das Ziel sein konnten, entdeckten die von Arnims schließlich den Apfel als Geschäftsmodell. Eines Tages, als sie mit dem Auto über abgefallene Äpfel gefahren sei, habe sie die Idee gehabt. „Ich brauchte die Äpfel nur vom Boden aufzuheben. Das war mein Glück.“ Heute bietet sie alles an, was der Apfel hergibt: Apfelchips, Apfelessig, Apfel-Chutneys, Apfel-Tee, Apfelsaft und Apfelkuchen, den die Besucher in einem Café genießen können. Sie schrieb auch Bücher zum Thema. Eine Auswahl an Produkten bot Daisy von Arnim auch in Wittstock an. Mit der Stadt verbindet sie nur Positives. „Wenn ich von Geschäftsterminen in Hamburg komme, dann ist Wittstock die erste Station bei der ich denke: Schön, jetzt bin ich wieder zu Hause.“

Von Björn Wagener

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