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Frust über Baustopp und Umleitung

Katerbow Frust über Baustopp und Umleitung

Die Katerbower sind frustriert, dass die Baustelle an der L 18 vor ihrer Haustür wegen des Baustopps vier Monate länger als geplant dauert. Sie fordern, dass die Straße zeitweilig zugeschüttet wird und die Anlieger wieder darüberfahren dürfen. Kritik gibt es zudem an den Planern, die sich bei der Beschaffenheit des Baugrunds verschätzt haben.

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Totenstille auf der Baustelle auf der L 18 bei Katerbow, Autofahrer dürfen die Strecke dennoch bis März nicht nutzen.

Quelle: Celina Aniol

Katerbow. 20 Minuten mehr als sonst plant im Moment Johannes Oblaski ein, wenn er nach Neuruppin fährt. Der Grund ist die aufgerissene Landesstraße hinter Katerbow in Richtung Storbeck und die langen Umleitungsstrecken. „Das nervt. Doch das ist nicht das Schlimmste“, sagt der Temnitzquell-Bürgermeister und Einwohner von Katerbow. „Richtig mulmig wird es mir, bei dem Gedanken an einen Notfall oder einen Brand.“ Denn weder der Rettungswagen noch die Feuerwehr würden innerhalb der normalen Hilfsfristen ankommen.

Für einige Wochen wäre dieser Zustand noch irgendwie hinnehmbar. Dass wegen des Baustopps die Baustelle nun bis zum Frühjahr bestehen bleiben soll, ist für den Bürgermeister ein Unding – und nicht nur für ihn. Denn kaum jemand im Dorf kann den Grund für die Unterbrechung richtig verstehen. Laut dem Landesbetrieb Straßenwesen werden die Arbeiten statt bis November noch bis Ende März dauern, weil im Vorfeld nicht klar war, dass an dieser Stelle der Boden unter der Fahrbahn sehr weich ist. „Wir wissen doch alle, dass es ein Sumpfgebiet ist“, echauffierte sich Annette Pein in der Gemeindevertretersitzung am Montag. „Ich weiß nicht, was das für Ingenieure sind, die das nicht gesehen haben.“ Ihre Kollegen kritisierten die angeblich schlechte Arbeitsmoral der ausführenden Firma und die kaum zumutbaren Umleitungsstrecken, die vor allem beim Schneefall zum Problem werden könnten und durch den großen Autoandrang zerfahren werden. Die Gemeindevertreter können es auch kaum glauben, dass es so lange dauert, die entsprechende Technik nach Katerbow zu holen, damit weitergearbeitet werden kann. „Das kann man uns nicht zumuten. Jeder, den ich anspreche, kocht bei dem Thema“, sagte Oblaski.

Er fordert nun mit Unterstützung der anderen Kommunenvertreter, dass die Straße in der Pause eingeschottert und für die Anlieger wieder freigegeben wird.

Davon will Robby Werdermann, beim Landesbetrieb für die Bauüberwachung zuständig, nichts hören. „Es ist keine schöne Situation, die wir da haben, aber man kann die Straße nicht einfach wieder zuschütten und der Verkehr rollt wieder.“ Zumal ab der nächsten Woche die Drainage eingebaut wird, wenn es frostfrei bleibt. Schneller als im März werden die Arbeiten dennoch nicht beendet, weil die Baufirma wegen des feuchten Baugrunds neue Technik nach Katerbow schaffen muss. Über die Kritik an der Fachkompetenz .ärgert sich Werdermann. Er gibt aber zu, dass der weiche Boden vermutlich deswegen unentdeckt blieb, weil die Baugrunduntersuchung im Sommer stattfand.

Von Celina Aniol

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