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Ostprignitz-Ruppin Fünf Jahreszeiten für Neuruppins Narren
Lokales Ostprignitz-Ruppin Fünf Jahreszeiten für Neuruppins Narren
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18:10 07.02.2016
Geradezu liebreizend: der Tanz der „Edelmanzen“ im Kulturhaus. Quelle: Regine Buddeke
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Neuruppin

Die Gästeschar ließ keine Wünsche offen. Das Prinzenpaar hat eingeladen und alle sind gekommen: Merlin und Mäuse­könig, Superman und der Sheriff, Kaninchen und Möhren, Ritter und Piraten, Schotten und Schneemänner. Sogar Conchita Wurst ließ es sich nicht nehmen, ein wenig am Pink Panther herumzuknabbern. Auf der Bühne sangen am Sonnabend nämlich andere.

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NCC Neuruppin Stadtgarten 2016

„Der NCC wird dich begleiten – durch jede der fünf Jahreszeiten“ – so das diesjährige Motto des Neuruppiner Carneval Clubs. Mehr als 300 Narren sind ins Kulturhaus Stadtgarten geströmt, um den Büttenreden und Sketchen rund um Neuruppiner Befindlichkeiten zu lauschen. Etwa der aktuellen Version der Weihnachtsgeschichte: Maria und Josef im Meldeamt. Der Beamte ist auf Zack – ratzfatz muss der Zimmermann Gewerbesteuer bezahlen, für den Stall muss Zweitwohnungssteuer entrichtet werden und ob das schwarz-weiß-gescheckte Hörnervieh mit dem tief baumelnden Euter, das Josef am Strick führt, tatsächlich eine Kuh ist, muss sich erst erweisen. Ein Beller, und schon ist Hundesteuer fällig.

Ode an Jensus Petrus Goldus und Arnus Krohnos

Dass Maria noch Jungfrau, aber schwanger ist, ist kein Beinbruch – wohl aber, dass Josef sich keiner Schuld bewusst ist. „Ich der Vater? Das wüsste ich aber“, kontert er und der Beamte drückt Maria fix einen Antrag auf Unterhaltsvorschuss in die Hand. Und Josef einen für die Vaterschaftsanfechtung. Weil der NCC den Daumen drauflegt, wo es brennt, palavert der Beamte auch noch etwas von Straßenaufbruchs-, Museumsverteuerungs- und Kreisverkehrverjüngungs-Steuer. Jensus Petrus Goldus und Arnus Krohnos sei Dank.

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Der Umzug des Neuruppiner Carneval Club - traditionell am Sonntag vor dem Rosenmontag - führt vom Ruppiner Einkaufszentrum bis zum Schulplatz.

„Ein bissel pieken, ein wenig sticheln“, beschreibt Jeck und Karnevals-Urgestein Bernd Breuer unter der blau-weiß-roten Narrenkappe das Anliegen seiner Mitstreiter. Die fackeln nicht lange und schicken Pater Wichmann gegen Parzival ins Duell. „Ich kann übern See gehen“, tönt der Pater und tritt den Beweis an, bei dem die wohl zu schwere stählerne Sagengestalt des Gralsritters buchstäblich baden geht.

Auch „Edelmanzen“ können tanzen

Auf Zack sind wie immer die drei Funkengarden – rot, blau und weiß – des NCC. Und nicht weniger mitreißend schwingen die Mädels der Show-Tanzgruppe „El Corazon“ ihre Waden. Da können die „Edelmanzen“ nur schwer mithalten, auch wenn sie noch so niedlich versuchen, ihre Männerwaden graziös zu kreuzen. Das können die acht Abba-Agnethas denn doch besser, zumal die Musik auch das Feiervolk schon fast zum Mit-Tanzen animiert. Aber zuvor ist noch die Hitparade dran: Präsidentin Birgit Breuer mimt das „Pretty Baby“, bei der ihr sogar die Prinzessin das Spieglein-Spieglein vorhält, Klaus Laage ist ebenso dabei wie Vicky Leandros, Udo Jürgens und die Fischerinnen vom Bodensee. Frank und Nacy Sinatras Duett „Something stupid“ ist immer schön zu hören, und wenn die Verführung überdies mit der Reitgerte im Unterrock stattfindet, ist das schon ein ungewöhnlicher Anblick.

Für soviel ambitioniertes Programm darf es dann auch gern ein paar Orden geben. Die amtierende Karnevals-Prinzessin gibt bekannt, dass sie ihr Zepter am Ende der Saison abgeben wird und dankt ihren Mit-Narren für sieben unvergessliche Jahre. Viel Zeit für Traurigkeit bleibt indes nicht, denn schon eröffnet sie mit ihrem Prinzen den Tanz – und dann schwelgt die ganze Feiergesellschaft im närrischen Rausch.

Von Regine Buddeke

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