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Ostprignitz-Ruppin Für Dreetz geht’s um die Wurst
Lokales Ostprignitz-Ruppin Für Dreetz geht’s um die Wurst
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00:17 08.06.2016
Noch gähnt ein großes Loch: Demnächst soll sich hier der Anbau für das neue Einsatzfahrzeug anschließen. Quelle: Alexander Beckmann
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Dreetz

Die Innenwände erhalten gerade neuen Putz, die Dachfenster sind eingebaut, dieser Tage soll die Treppe montiert werden. Das Dreetzer Feuerwehrhaus macht sichtlich Fortschritte. Inzwischen sieht es sogar so aus, als könnte es wirklich fertig werden.

Das stand zu Beginn der Arbeiten gar nicht fest. Sicher war nur: Das im Amtshaushalt für die Erweiterung des Hauses vorgesehene Geld würde nicht ausreichen. Die ursprüngliche Kostenschätzung war von 266 000 Euro ausgegangen. Das Amt beschloss jedoch, nur 174 000 Euro zu investieren. Die Pläne wurden nach Kräften zusammengestrichen. Außerdem erklärten sich die Dreetzer Feuerwehrleute bereit, einen großen Teil der Arbeit selbst zu erledigen. Schließlich ging es darum, das erwartete neue Einsatzfahrzeug irgendwie unterzubringen.

Arbeit nach Feierabend

Dafür legten sich die Dreetzer richtig ins Zeug. Seit Monaten sind die Feuerwehrleute nach Feierabend und an den Wochenenden regelmäßig auf der Baustelle zu finden. Hunderte Arbeitsstunden kamen schon zusammen. Nicht nur die unvermeidlichen Abbrucharbeiten, auch der Ausbau des Dachgeschosses geht maßgeblich auf das ehrenamtliche Engagement zurück. Zudem kursierten Spendenaufrufe durchs Dorf: Das Ergebnis kann sich ebenfalls sehen lassen. Alles in allem summieren sich die Eigenleistungen auf rund 66 000 Euro.

Doch das reicht nicht. Aktuellen Berechnungen zufolge wird der Bau knapp 200 000 Euro kosten und damit immer noch ungefähr 25 000 Euro mehr als der Amtshaushalt bislang hergibt.

Am Montagabend entscheidet der Amtsausschuss darüber, ob das fehlende Geld bereitgestellt werden soll. Die Bürgermeister der amtsangehörigen Gemeinden zeigten sich Mitte Mai im Hauptausschuss des Amtes recht aufgeschlossen. „Letztlich ist das Ding angefangen“, meinte Reinhard Neumann aus Breddin. „Wenn wir sehen, wie viel Eigenleistung die Kameraden da gebracht haben, dann ist das doch gar keine Frage, dass es auch fertig werden muss.“ Gerhard Wilke aus Stüdenitz-Schönermark sah das ähnlich: „Wir müssen das mit dem Geld klären. Alles andere wäre ein Affront gegenüber den Kameraden in Dreetz.“

Kritik am Vorgehen bei dem Bauprojekt

Allerdings gab es auch Kritik am Vorgehen bei dem Bauprojekt: Es gebe schließlich eine Planung – warum soll nun wieder alles teurer werden? Der Neustädter Bauamtsleiter Wolfgang Burau geht davon aus, dass der Rotstift bei dem Projekt vielleicht doch etwas zu spitz war. Die Vorgaben seitens des Amtes hätten sich als nicht erfüllbar erwiesen: „Der Planer hatte selbst schon Zweifel geäußert an dem vorhandenen Budget.“

Sollte der Amtsausschuss am Montagabend die 25 000 Euro für die Dreetzer Feuerwehr bewilligen, müsste an anderer Stelle gespart werden. „Da bleiben nur die großen Investitionen, also die Prinz-von-Homburg-Schule und der Sportkomplex“, erklärte Amtsdirektor Dieter Fuchs. Auch für diese Vorhaben hatte das Amt Geld eingeplant. Bislang ist jedoch offen, ob sie sich in diesem Jahr überhaupt realisieren lassen – da reden die Fördermittelgeber ein Wörtchen mit. Der Dreetzer Ortswehrführer Thomas Dalchow will auf jeden Fall bei der Sitzung des Amtsausschusses dabei sein. Für ihn und seine Kameraden geht es schließlich um viel. Sie haben schon eine Menge Kraft und Zeit investiert. Momentan befinde sich der Bau gut im Zeitplan, so Thomas Dalchow. „Bis August oder September haben wir bestimmt noch zu tun.“

Von Alexander Beckmann

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