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Ostprignitz-Ruppin Rathaus als Ladenhüter
Lokales Ostprignitz-Ruppin Rathaus als Ladenhüter
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13:25 07.01.2016
Eng ist es im Hof des Rathauses, aber innen bietet es viel Potenzial. Quelle: Uta Köhn
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Freyenstein

Seit die Bibliothek im Jahr 2010 dort auszog, versucht die Stadt, das zweigeschossige Gebäude zu verkaufen. "Ab und zu sind auch Interessenten da", sagt sie. Aber bis jetzt ist es noch nichts geworden. "Das ist nur etwas für Leute, die nicht vorhaben, neben ihrem Beruf viel Zeit für die Pflege des Grundstückes aufzubringen." Unten arbeiten, oben wohnen - wer das will, für den ist das Rathaus genau richtig. Es könnte ein Architekt sein oder vielleicht ein Anwalt. Im Liegenschaftsamt ist man froh, dass wenigstens die untere Etage mit Ausnahme des ehemaligen Versammlungsraumes an eine Frisörin vermietet ist. Ein potenzieller Käufer hätte bei der Umgestaltung relativ freie Hand, denn das Rathaus steht nicht unter Denkmalschutz.

Allerdings ist es nicht das einzige Haus, das in Freyenstein zu neuem Leben erweckt werden soll. Vier gehören der Stadt. Neben dem Rathaus sind dies die Untermühle in unmittelbarer Nähe des Kindergartens und zwei Häuser, die auf der Markt- und der Burgstraße an die Kaufhalle und ihre beiden Nebengebäude grenzen. Diese nehmen ihrerseits die ganze rechte Marktplatzseite ein. Aber im Gegensatz zum Rathaus will die Stadt diese beiden Gebäude behalten, obwohl deren Zustand allenfalls als Beispiel für den Leerstand vieler Freyensteiner Häuser gelten kann. Denn wenn eines Tages der Kaufhallen-Komplex saniert werden sollte, werden sie ins Gestaltungskonzept einbezogen.

"Es ist hier nicht so einfach mitten in der Innenstadt", sagt Birgit Kanzler. "Die Grundstücke waren noch nie groß. Freyentein ist ja auch als Stadt angelegt worden, nicht als Dorf", erklärt sie. Das, was sich andernorts an Nebengelass gleich am Grundstück befindet, hatten die Freyensteiner in Form von Scheunen mit angrenzenden Gärten vor den Toren ihrer Stadt angelegt. In den Grenzen der alten Stadtmauern ist es bis heute eng, und das ist heutzutage nicht jedermanns Geschmack.

Der Leerstand begann vor knapp einem viertel Jahrhundert. Junge Leute fanden keine Arbeit mehr in Freyenstein und zogen weg. Mehr und mehr Häuser verwaisten, als die "Alten" starben. Es kamen Spekulanten, die in dem Glauben, ein gutes Geschäft machen zu können, Häuser aufkauften. Doch sie wurden sie nicht mehr los.

Vielleicht gibt es neue Impulse, wenn das Schloss fertig und der Archäologische Park weiter ausgebaut sind. Leute, die ein Häuschen in der Marktstraße kaufen, es ausbauen und kleine Läden eröffnen: Handwerker wie Korbflechter, Töpfer oder Kunstschmiede. Für sie wären die Häuser mit den kleinen Grundstücke geeignet.

Leider wird der Zustand der Immobilien nicht besser. Viele sind schon derart marode, dass sie komplett neu aufgebaut werden müssten - so wie es in Wittstock mit viel Fördergeld geschieht. Aber Freyenstein liegt nun mal, anders als die Kernstadt, nicht im Sanierungsgebiet. Und man kann auch nicht einfach zwei nebeneinander liegende Häuser kaufen und eines davon wegreißen, um die Freifläche zu vergrößern. Denn die geschlossene Häuserfassade muss erhalten bleiben. Eine Auflage des Denkmalschutzes. Deswegen brauchen potenzielle Hauskäufer in Freyenstein nicht nur viel Enthusiasmus, sondern auch einiges an Eigenkapital. Für den Kauf des Rathauses reichen 29.750 Euro. Für den Sanierung braucht man sicher ein Vielfaches.

Von Uta Köhn

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