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Für den Aktionstag der Museen geprobt

Wusterhausen Für den Aktionstag der Museen geprobt

Zum Aktionstag der Kleeblatt-Museen am kommenden Sonnabend soll gekonnt getrommelt werden. Am Sonnabend kamen die Akteure zur Probe zusammen, denn schließlich soll es nicht nur Spaß machen, sondern auch möglichst gut klingen.

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Musiklehrer Steffen Oestreich (r.) und seine Mitstreiter probten in Wusterhausen für den kommenden Sonnabend.

Quelle: Alexander Beckmann

Wusterhausen. Trommler ernähren sich wohl vorwiegend von grünen Bohnen, Rotkohl und sauren Gurken. Zum Probetrommeln im Wusterhausener Wegemuseum hatte Steffen Oestreich am Sonnabend jedenfalls jede Menge leere Dosen mitgebracht – dazu Plastikeimer. Pappröhren, Styroporstreifen.

Ein gutes Dutzend Besucher, darunter einige junge Leute von Oest­reichs Musikschule „Percussion Factory“, machte sich am Vormittag daran, mit diesem Instrumentarium im Museumshof rhythmisch aktiv zu werden. Es galt, den großen Auftritt am kommenden Wochenende zum Aktionstag der Kleeblatt-Museen vorzubereiten.

Ein trommelnder Flashmob soll es werden. Das Wort bezeichnet „eine blitzartige Zusammenkunft, bei der mehrere Leute zusammen etwas tun“, erklärte Oestreich. Spontan sei so etwas nur scheinbar. Denn ohne Vorbereitung läuft dabei wenig – auch nicht beim „Trommeln für unsere Museen“. „Man muss schon wissen, was geht“, erklärte der Musiker seinen freiwilligen Unterstützern, um dann geduldig das Arrangement für den kommenden Sonnabend zu proben. „Das sind vier Takte, die sich wiederholen“, erklärte er. „Wir wollen möglichst breite klangliche Vielfalt bieten. Aber es soll nicht chaotisch werden.“

Das klingt plausibel und gar nicht so kompliziert. In der Praxis erwies sich die Trommelei für den Laien dann aber doch als motorische Herausforderung: „Eins – und – bumm – und – zwei – und – bumm . . .“ Sogar eine Partitur für Eimer, Dose und Papprohr lag bereit, machte die Sache aber nicht einfacher. Am Ende war Steffen Oestreich, der seit zwei Jahren seine Musikschule in Gartow betreibt, trotzdem zufrieden. Bärbel Hartwig vom Wusterhausener Kulturverein zeigte sich sogar regelrecht begeistert: „Das war klasse. Das hätte ich gar nicht gedacht.“

Auch in Neustadt und Kyritz wurde am Sonnabend noch geprobt. Einige der Akteure zogen von Wusterhausen aus mit. Übung macht den Meister.

Zum Aktionstag am nächsten Sonnabend wollen die Macher den Besuchern der Museen schließlich ordentlich was vortrommeln – und sie zum Mitmachen animieren. Das Programm sieht an diesem Tag gleich fünf Auftritte vor.

Den Auftakt gibt es um 13 Uhr im Wusterhausener Wegemuseum. Ab 16 Uhr folgt eine Führung durchs Haus, die Feuerschale wird entzündet, hinzu kommen feurige Leckereien nebst geeigneten Durstlöschern sowie ein Bücherflohmarkt.

Um 15 Uhr macht der Trommel-Flashmob am Kloster Kyritz Station. Der Klostergarten ist geöffnet.

Im Gaswerk Neustadt wird die Aktion um 17 Uhr von Jost Korff und den Trommel-Kindern der Prinz-von-Homburg-Schule unterstützt. Auch dort brennen Feuerschalen, Stockbrot wird gebacken. „Graf Koks“ führt durch die Ausstellung.

Weiter geht das Trommeln um 19 Uhr an der Heimatstube Dreetz, ergänzt von einem Programm der Jugendfeuerwehr mit Lagerfeuer und Lampionumzug.

Seinen letzten Auftritt hat der Flashmob schließlich um 20 Uhr in der Brauerei Dessow. Auch dort wird gegrillt.

Den Abschluss bildet um 19 Uhr ein Clubkonzert mit „Whistle Stop“ im Renaissanceschloss Demerthin.

Von Alexander Beckmann

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